BAUHAUS und die Fotografie

Das NRW-Forum in Düsseldorf stellt nicht nur die Frage

„WOHIN GEHT DIE FOTOGRAFISCHE ENTWICKLUNG ?“

es gibt auch zahlreiche Antworten – mit einer großformatigen und großartigen Fotografie-Ausstellung.

NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, Ausstellungsvorbesichtigung mit Werken von Viviane Sassen –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen KünstlerInnen. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, die drei Kuratoren vor Werken von Thomas Ruff, v.l.n.r.: Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken, Prof. Dr. Christoph Schaden, Prof. Dr. Kris Scholz –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische KünstlerInnen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans bekannt sind, mit KünstlerInnen der Gegenwart wie Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Corina Gertz, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Thomas Ruff, Viviane Sassen und Wolfgang Tillmans. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, Max de Esteban (Mitte) erläutert seine Werke –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE
NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, Eine Arbeit des Schweizer Künstlerduos Onorato und Krebs –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Analog oder digital? Diese immer wiederkehrende Frage bei Präsentation von Fotografie im öffentlichen Raum muss nicht unbedingt beantwortet werden! Es zählt, was an der Wang hängt, unabhängig von dem bevorzugten Workflow der AutorInnen, der jeweils die Entstehung einer fotografischen Arbeit beschreiben würde. Auch ohne weitere Erklärungen tragen die Neuerungen durch das Bauhaus heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei.

NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, Ausstellungsansicht –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Das erinnert ein wenig an die Zukunft – Der Geist des Bauhauses, der durch die Köpfe der Fotografie-AutorInnen weht, bringt weit mehr als nur „weiße Kisten und Freischwinger“ oder Fotogramm ähnliche Montagen hervor: Bauhaus in der Fotografie aus heutiger Sicht präsentiert uns in der Ausstellung vielfältige Visualisierungen – alle in einfachem und klarem Stil. Wir erinnern uns gerne an Vorlagen von László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans, deren Arbeiten die FotografInnen der Gegenwart für ihre Werke inspiriert haben müssen. So begreifen wir durch Sehen, was vor einhundert Jahren die revolutionäre Kunstschule an Seh- und Sichtweisen nachhaltig geprägt hat.

NRW Forum Düsseldorf, BAUHAUS und die Fotografie, Selbstportrait des Bildredakteurs vor einer Video-Arbeit von Douglas Gordon „Play Dead; Real Time“ –
© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Zur Ausstellung erscheint Ende Januar 2019 ein umfangreicher Katalog im Kerber Verlag

Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter   BEGEGNUNGEN

„100 jahre bauhaus im westen“ – 2019 jährt sich zum 100. Mal die Gründung der Bauhaus-Reformschule, der wohl berühmtesten Kulturinstitution Deutschlands. Der unmittelbare Anlass steht im Osten: In Weimar wurde die Schule gegründet, nach Dessau musste sie ziehen, um sich zu entfalten, in Berlin versuchte sie schließlich vergeblich weiterzubestehen. Die Nazis machten eine Vision des Gestaltens und Zusammenlebens zunichte, die auf Rationalität und Internationalität setzte und versuchte, den ästhetischen und sozialpolitischen Ansprüchen der Zeit nicht nur gerecht zu werden, sondern sie in ein harmonisches, wenn nicht sogar heiteres Verhältnis zueinander zu bringen.

Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Flächenland, beteiligt sich unter der Schirmherrschaft der Ministerien für Kultur und Wissenschaft Isabel Pfeiffer-Poensgen mit nahezu vierzig Projekten am bundesweiten Jubiläum. Das Ministerium und die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben zu einer Kooperation gefunden, die es in dieser Größenordnung und Reichweite noch nicht zu einem kulturellen Ereignis gegeben hat.

NRW ist Bauhaus-Land – „Bauhaus“, das war nicht nur Weimar, Dessau, Berlin. Auch im Rheinland und in Westfalen sind bedeutende Zeugnisse der „berühmtesten Reformschule“ zu finden. Hier drei Beispiele linienorientierter Architektur aus dem Revier:

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter    NRW -Forum

Programm zum Bauhaus-Jubiläum in NRW unter  Bauhaus im Westen


AUS MEINEN SCHUBLADEN 11.2018

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Insel Elba, 1985 © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Ehe der November zu Ende geht, noch schnell ein Foto aus den Schubladen meines Archivs zu der monatlichen Rubrik auf meinem BLOG.

Warten auf den Helikopter? Mitnichten! Warum begibt sich der Mensch freiwillig in Gefahr – an den Rand des Abgrunds? Weil er dort die beste Übersicht hat. Klar, das war auch mein Grund, den höchsten Berg der Insel Elba, den Monte Capanne, zu besteigen. Der Aussicht wegen. Die Sicht war gar nicht gut an diesem sommerlichen Ferientag. Aber ich war über den Wolken. Das macht immer frei auf eine eigentümliche Art. Der Hubschrauberlandeplatz liegt etwa 975 Meter über dem Meer. Schön, dass ich da oben nicht alleine war. So ergab sich das Motiv mit den Touristen mit Kind und Kamera und Sack und Pack. k.e


 

DIE FASZINATION DER MEERE …

… reißt nicht ab. Ich war mal wieder ans Meer gereist. An die Küste der Bretagne. Mein Freund und Kollege Gerd Lorenzen war mit dabei. So gibt es von dieser Reise eine Menge Bilder von mir, bei meiner Arbeit zu einigen neuen SEESTUECKEN. Viel Zeit verbrachte ich unter meinem Schirm, geschützt hauptsächlich vor Wind und manchmal auch vor Regen. Die in Reiseführern immer wieder beschriebene „raue Atlantik- und Kanalküste“ der französischen Bretagne machte ihrem Ruf im November alle Ehre.

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Karsten Enderlein in der Bretagne © 2018 Gerd Lorenzen, Essen

Die Fahrt zum äußersten Westen der französichen Republik, der Insel Ouessant, war ein faszinierendes Erlebnis. Nicht nur das passende Becherlicht für meine Belichtungen machte die Begegnung im Atlantik am Eingang zum Ärmelkanal zu etwas sehr besonderem, auch die Gewissheit – beim Blick über die Wassermassen -, dass zwischen diesem Ort und der Insel mit der Freiheitsstatue vor Manhatten kein Meter Land mehr liegt, machte mich als Mensch auf dieser Erde klein und durchaus sentimental.

Ich glaube, dass ich so schnell nicht genug bekomme von Fotografien aus diesem besonderen Raum zwischen einer natürlichen Urgewalt in Form endlos scheinender Wassermassen und den Spuren menschlicher Zivilisation. Diese ganz besondere Landschaft, eine Art Zwischenraum an der Nahtstelle von Wasser und Land, eine Art Begegnung der Horizotalen mit den Vertikalen, zieht mich immer wieder in ihren Bann. Große Vorbilder und Impulsgeber meiner Arbeit fühlten sich seit Jahrhunderten zutiefst von Seelandschaften berührt. Ich auch, seit über fünfundvierzig Jahren.

Ich habe schon die nächsten Bilder vom Meer im Kopf.  k.e, November 2018

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Karsten Enderlein in der Bretagne © 2018 Gerd Lorenzen, Essen

Mehr über meine SEESTUECKE finden Sie hier unter  SEESTUECKE

Alle Fotografien dieser Werkgruppe finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  ALBUM SEESTUECKE


 

G E G E N Ü B E R S T E L L U N G

KONTRASTIERUNG oder ÄHNLICHKEITEN

Paris, im November 2018 – Die Ausstellungshalle Grand Palais fertig gestellt zur Weltausstellung 1900 – das Museum Fondation Louis Vuitton eröffnet im Oktober 2014. Beide verbindet mehr als die Nutzung, Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude in der Kulturstadt an der Seine zu sein: jeweils zu ihrer Zeit wollten Architekten mit ihren Entwürfen die modernen technischen Möglichkeiten für Gebäudegestaltung umsetzen. Der eine, Charles-Louis Girault (1851–1932), schuf an der Avenue des Champs-Élysées einen Ingenieurbau aus Stahl und Glas. Der andere, Frank Gehry (*1929), bescherte der französichen Hauptstadt mitten im Bois de Boulogne eine „Wolke“ aus Glas, Beton und Holz.

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Über einhundert Jahre liegen zwischen den beiden Konstruktionen, die in ihrer Zeit jeweils geradezu futuristisch anmuten. Und dennoch, oder gerade deshalb, finden wir Ähnlichkeiten in ihrer Grundgestaltungsform: Die gläsernen Dachkonstruktionen lenken Tageslicht in das Innere der Ausstellungshallen. Die Säulen sind nicht nur notwendig tragend, sondern auch offen gestaltet und fördern dadurch eine ästhetische Wirkung.

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Die BesucherInnen flanieren unter und durch warmfarbige, weich geschwungene tragende Elemente.

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Ich muss nicht Fotograf sein, um die Ähnlichkeiten beider Gebäude bemerkenswert zu finden. Und ich muss kein Fantast sein, um mir zu wünschen, dass beide Bauwerke auch in 50 oder gar 100 Jahren noch unter Denkmalschutz stehen sollten. k.e

Alle Fotos beider Bildberichte finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter BEGEGNUNGEN

Grand Palais Paris

Fondation Louis Viutton


 

Louis Vuitton Corporate Foundation

Die Stiftung Louis Vuitton (französisch: Fondation d’entreprise Louis Vuitton) ist ein Privatmuseum in Paris inmitten des Bois de Boulogne, im Oktober 2014 nach den Entwürfen des Architekten Frank Gehry eröffnet. Wechselnde Ausstellungen zeigen vornehmlich Kunst des 20. Jahrhunderts.

In elf Galerien auf 11.000 Quadratmetern, in einem Auditorium mit 400 Plätzen für Konzerte und andere Veranstaltungen sowie auf mehreren Dachterrassen mit Blick über Paris finden BesucherInnen eine Erlebniswelt der Superlative.

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Fondation Louis Vuitton Paris, Gelbe Spiegel-Licht-Installation von Ólafur Elíasson © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Mein Kollege Gerd Lorenzen und ich waren nicht nur fasziniert von der Architektur aus Stahl, Holz und Glas, die an Segel erinnert, sondern erfreuten uns auch an der gelben Licht-Spiegel-Installation des dänischen Künstlers Ólafur Elíasson. Das ist nicht nur etwas für Lichtbildner! Im ganzen Haus ist das Fotografieren nicht verboten!

Die Architektur erinnerte mich weniger an ein Segelschiff, als vielmehr an Schalen gepellter hart gekochter Hühnereier, so wie sie am sonntäglichen Frühstückstisch auf dem Teller liegen. In den lichtdurchfluteten Inneräumen beachteten wir das Werk von Jean-Michel Basquiat, einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Es erstreckt sich über vier Ebenen des Frank Gehry-Gebäudes – noch bis zum 14. Januar 2019.

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Fondation Louis Vuitton Paris, Ausstellungsansicht „Jean-Michel Basquiat“ © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE


Die Ausstellung deckt die gesamte Karriere des Malers von 1980 bis 1988 ab und konzentriert sich auf 120 definierende Werke. Mit den erstmals hier versammelten Heads von 1981-1982 und der Präsentation mehrerer Kollaborationen zwischen Basquiat und Warhol umfasst die Ausstellung Werke, die zuvor in Europa nicht zu sehen waren.

In jungen Jahren verließ Jean-Michel Basquiat die Schule und machte sein erstes Studio in den Straßen von New York. Sehr schnell gelang ihm seine Malerei, die der Künstler suchte und empfand. Seine Arbeit bezieht sich auf den Ausbruch der Moderne, der Expressionisten. Die Schärfe seines Blickes, seine Besuche in Museen und das Lesen einer Reihe von Büchern gaben ihm einen wirklichen Sinn für Kultur. Sein Blick war jedoch gerichtet: Das Fehlen schmerzhafter schwarzer Künstler zwang den Künstler, die afroamerikanische Kultur und Revolten in seiner Arbeit gleichermaßen darzustellen. Der Tod von Basquiat im Jahr 1988 unterbrach eine sehr produktive Arbeit, die in weniger als einem Jahrzehnt mit über tausend Gemälden und noch mehr Zeichnungen ausgeführt wurde.

Informationen über das Museum finden Sie hier  Fondation Louis Vuitton

 


 

PARIS PHOTO 2018

Impressionen der 22. Internationalen Messe für Fotografie im Grand Palais in Paris

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PARIS PHOTO – 22. Internationale Messe für das Medium Fotografie im Grand Palais in Paris, Joel Meyerowitz signiert seine Publikationen © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

PARIS PHOTO, die internationale Messe für das Medium Fotografie, lockte fast 70.000 Besucher in das Grand Palais in Paris. Vom 7. bis 11. November war die Ausstellungshalle aus dem Jahr 1900 Treffpunkt für Künstler, Institutionen, Privatsammler, Profifotografen und anspruchsvolle Fotoliebhaber. Die Messe präsentierte 199 Galerien mit den Arbeiten von 300 Foto-Künstlern aus über 30 Ländern. 31 Verlage zeigten ihre Fach-Publikationen.

Die Podiumsgespräche und die Künstlergespräche waren ebenfalls ein großer Erfolg und präsentierten renommierte Künstler und Kuratoren, darunter Daido Moriyama, Diane Dufour, Joan Lyons, Simon Baker, Antoine d’Agata, David Campany, Noémie Goudal, Roxan Marcoci, Drew Sawyer, Laure Prouvost.

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PARIS PHOTO – 22. Internationale Messe für das Medium Fotografie im Grand Palais in Paris, Frank Horvat signiert seine Publikationen © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Zahlreiche Fotografen signierten auf der PARIS PHOTO ihre Bücher und nahmen am reichhaltigen Vortragsprogramm teil, unter anderem William Klein, Joel Meyerowitz, JR, Daido Moriyama, Harry Gruyaert, Antoine d’Agatha, Sophie Calle, Raymond Depardon, Franck Horvat, Sarah Moon, Sabine Weiss, Sebastia Salgado und James Nachtweiy.

Alle Fotos meines Bildberichts finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter BEGEGNUNGEN

Weitere Informationen zur PARIS PHOTO 2018 unter  PARIS PHOTO 2018


 

 

VOLLES HAUS

Großes Interesse bei der Ausstellungseröffnung LANDUNG AUF EINEM PLANETEN in Essen-Bredeney

Der Laudator Heinz J. Scholz forderte die zahlreichen BesucherInnen auf , in die Bilder von Karl Lang, und somit in die Landschaften der Atacama-Wüste einzutauchen. Und er versprach, wer beim nach Hause gehen Sand in den Schuhen verspüre, habe alles richtig gemacht.  Dieser Einladung folgten alle gerne und machten die Reise mit – nicht auf einen fremden Planeten, sondern mit einer Landung auf der bekannten Erde.

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Ausstellungseröffnung LANDUNG AUF EINEM PLANETEN – Fotografien von KARL LANG, Laudator Heinz J. Scholz bei seiner Ansprache © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Der Fotograf Karl Lang beschrieb seine Arbeit so: „Diese Bilder habe ich aufgenommen in der Chilenischen und Argentinischen Atacama-Wüste. Eine Landschaft, in der 6000 Meter hohe Vulkane Nachbarschaft pflegen. Eine lebensfeindliche Steinwüste – man nennt sie die Wüste der verbrannten Steine – hier ist die Einsamkeit zuhause. Lava, Trockenheit und Wind formen eine uralte bizarre Landschaft – geschätzt 25 Millionen Jahre alt. Hier im Altiplano in Höhen um 4000 Meter hatte ich das Gefühl, bei der Entstehung des Planeten Erde zuzuschauen. Ich spürte seinen langsamen Atem vielleicht auch seine Geschichte. Es sind nicht nur Fotografien sondern auch erlebte Bilder. Ich hoffe, dass ich Sie mitnehmen kann in eine Zeit, die scheinbar stehen geblieben ist!“

Die großformatigen Fotografien der Atacama-Wüste beeindruckten die Gäste und waren Auslöser für zahlreiche Gespräche über die Vielfältigkeit der Erde. Menschen suchen häufig nach Orten, in denen sie Geborgenheit zu finden glauben. Da ist die karge Steinwüste der Atacama vielleicht nicht unbeding der richtige Ort. Trotzdem waren viele BesucherInnen motiviert, der visuellen Reise an diesem Abend eine reale Reise folgen zu lassen. Und es könnte sein, dass so schon der ein oder die andere den Sand in den Schuhen verspürte.

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Die Ausstellung ist am Sonntag, den 4. November 2018 von 15:00 bis 17:00 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Weitere Information zu Karl Lang finden Sie unter  Karl Lang Foto


 

FOTOGRAFIE. SKULPTUR. MALEREI

Bernhard Fuchs. Justin Matherly. Tobias Pils im Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop

28. Oktober 2018 bis 27. Januar 2019

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JOSEF ALBERS MUSEUM QUADRAT, Bernhard Fuchs. Justin Matherly. Tobias Pils – Fotografie. Skulptur. Malerei, Ausstellungsvorbesichtigung, v.l.n.r.: Bernhard Fuchs (mit fünf seiner Portaits im Hintergrund), Justin Matherly (neben seiner Plastik „Äskulap“), Museumsdirektor Dr. Heinz Liesbrock, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

In dieser Ausstellung treten Fotografie, Skulptur und Malerei in einen Dialog. Was sie verbindet ist die Frage nach der menschlichen Figur, im Näheren die Beziehung zwischen Figuration und Abstraktion.

Bernhard Fuchs (Düsseldorf), Justin Matherly (New York) und Tobias Pils (Wien) suchen nach Lösungen jenseits einfacher Narration. Was man hier sieht ist zunächst nur das, was man sieht, und es geht nicht über den visuellen Befund hinaus. Diese Werke kennzeichnet eine dezidiert persönliche Handschrift, die nie auf feststehende Bedeutungen zielt, die umstandslos abrufbar wären. Worum es ihnen geht ist vielmehr die Frage genuiner Bildlichkeit, einer Aussage also, die sich je neu ausbildet, weil sie nicht vom Sichtbaren des Werks und seinem komplexen Wesen zu trennen ist. Alle diese Figurationen entstehen demnach aus einem abstrakten Denken und berühren so auch den Kern der Kunst von Josef Albers, die den Rahmen für diese Ausstellung bildet. Text: © Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Die Serie „Lot“ des österreichischen Fotografen Bernhard Fuchs (geb. 1971) umfasst in der Bottroper Präsentation 12 Portraitaufnahmen. Es ist die zweite Portraitarbeit von Bernhard Fuchs, die, wie alle seiner bisherigen Serien, über mehrere Jahre entstanden ist (2007-2017). Wir sehen Menschen, die mit vorhandenem Licht in Innenräumen aufgenommen wurden und sich oft fragend dem Dialog mit dem Fotografen stellen. Es entsteht dadurch eine eigene Atmosphäre von Nähe und Distanz, wie sie schon in den anderen Serien von Bernhard Fuchs sichtbar wurde. Wie der Kunsthistoriker Gottfried Boehm im kürzlich erschienen Buch schreibt, „geht es nicht darum, das kollektive Bild gewisser Menschen oder Lebensverhältnisse unter Vorzeichen der Gegenwart zu entwerfen. Stattdessen sehen wir Sondierungen, Lotungen eben, im Gang, die mit den Mitteln der Kamera und bildnerischer Intelligenz eine wortlose Frage stellen.“

Bernhard Fuchs lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Arbeiten finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen und werden international ausgestellt. Das Buch zur Serie ist bei Koenig Books, London, erschienen. Text: © Robert Morat Galerie für Photographie

BERNHARD FUCHS
lebt und arbeitet in Düsseldorf
1971 in Haslach an der Mühl, Oberösterreich, geboren
1993–97 Studium der Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher
1997–99 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Timm Rautert

JUSTIN MATHERLY
lebt und arbeitet in Brooklyn, New York
1972 in West Islip, New York, geboren
2000 Certificate an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts, Philadelphia
2002 Bachelor of Fine Arts (BFA) an der University of Pennsylvania, Philadelphia
2007 Master of Fine Arts (MFA) am Hunter College, New York

TOBIAS PILS
lebt und arbeitet in Wien
1971 in Linz, Österreich, geboren
1990–94 Akademie der bildenden Künste, Wien

Quadrat Bottrop

Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter BEGEGNUNGEN


 

AUF P H O T O W A L K mit der Fotoschule

Düsseldorf-Derendorf, Samstag, 20. Oktober 2018

Unter dem Motto „NEU UND ALT“ hatte die Düsseldorfer Fotoschule DRITTELREGEL via facebook zum Fotografier-Spaziergang eingeladen. Treffpunkt war die Hochschule Düsseldorf an der Münsterstraße. Der nicht enden wollende Sommer hatte sich noch einmal aufgebäumt und verwöhnte die über zwanzig Fotografierenden nicht nur mit spätsommerlichen Temperaturen und mit bayerisch weiß-blauem Himmel, sondern obendrein mit knackigem klaren Licht. Beste Voraussetzungen also, die Kameraverschlüsse surren zu lassen. Ich begleitete die Fotografenschar mit meiner KB-Panoramakamera und ausreichend Color-Negativfilmen. Die hohen Kontraste durch das harte Licht und die dadurch entstehenden Schatten motivierten mich, die Scans für meinen Bildbericht in schwarz-weiß zu rechnen.

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„NEU UND ALT“, Mit der Fotoschule auf P H O T O W A L K durch Derendorf, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Also musste ich zunächst meine Bilder nicht nur im Panoramaformat, sondern auch in schwarz-weiß denken – das oben und das unten und die Farbe weglassen! Nach vier Stunden Fotografier-Spaziergang mit konzentrierter Motivsuche sah ich auch abends noch die Welt im extremen Querformat mit wenig Farbakzenten. Die Bildgestaltung im Kopf hatte sich mal wieder eingebrannt und ihre Nachbilder hinterlassen. Für mich immer ein eindeutiges Indiz dafür, dass Bilder zuerst in meinem Kopf entstehen. Bei Betrachtung der Realität, die dann immerhin Impulsgeber ist, entsteht erst dann im Zusammenspiel mit all den Bildern meiner Erinnerung ein Motiv. Erst danach fällt die bewußte Entscheidung, die akute Beobachtung in einer Fotografie zu verewigen. Geht es beim sogenannten Schnappschuss auch manchmal in Sekundenbruchteilen. Selbstverständlich sind die unzähligen Bilder in meinem Kopf hilfreich, aber häufig auch verstörend für meinen ästhetischen Anspruch an eine Fotografie – immer auf der Suche nach dem „etwas anderen Bild“.

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Mit der Fotoschule auf P H O T O W A L K durch Derendorf, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Ausreichend Beispiele urbaner Architektur, bestehend aus modernen Bürogebäuden und individuellen Wohnhäusern, waren nicht nur Motive, sondern auch Anlass für spannende Gespräche in der Gruppe über Stadtentwicklung im allgemeinen und sozialpolitische Wirklichkeit in diesem Zusammenhang im besonderen. Die dennoch zum Teil attraktiven Bauten des Düsseldorfer Stadtteils Derendorf verlangten von den TeilnehmerInnen zum Teil auch körperliche Höchstleistungen beim Erstellen ihrer Fotomotive.

Ob die Architektur unserer Büro-, Wohn- und Einkaufslandschaften nachhaltig in unserem Stadtbild erhalten bleibt, wage ich leise zu bezweifeln. Ich würde mir mehr Häuser wünschen, von denen man heute schon sagen könnte, dass sie es wert wären, sie in vierzig Jahren mal unter Denkmalschutz zu stellen.

Alle meine Fotografien vom PHOTOWALK finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  BEGEGNUNGEN


 

AUS MEINEN SCHUBLADEN 09.18

w o z u f r e u n d e g u t s i n d

Bei zunehmender Alterung der Menschen in unserer heutigen Gesellschaft bleibt die Frage, mit was können sich die Alten sinnhaft beschäftigen?

Für mich bleibt die Hoffnung auf weiterhin viele anregende, lebhafte, konstruktive und nachhaltige Gespräche mit FreundInnen.

Ich begreife Alter als Erfahrung und nicht als Resignation vor Schönheit oder Lebhaftigkeit.

Ich wünsche meinen FreundInnen und mir noch lange die Möglichkeit, sich weiter anschlauen zu können, auf dass wir irgendwann irgendwo wieder einmal zusammen sitzen und unser Leben lang weiter lernen können. So ähnlich wie die Herren auf meinen Bildmotiven aus meinen SCHUBLADEN.

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DREI HERREN – Palma de Mallorca 1989, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

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DREI HERREN – Toscana 1980, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

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DREI HERREN – Oslo 1987, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE


 

THOMAS SCHÖNAUER

Engelage & Lieder zeigt jüngste Werke des Düsseldorfer Künstlers

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SECRET INGREDIENTS – Thomas Schönauer bei Engelage und Lieder, Düsseldorf – Ausstellungseröffnung Foto: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Die Galerie Engelage & Lieder auf der Ackerstraße in Düsseldorf präsentiert nach 2016 die zweite gemeinsame Ausstellung mit Thomas Schönauer. Noch bis zum 18. November 2018 zeigt die Galerie im Rahmen von Secret Ingredients zum ersten Mal in Düsseldorf Skulpturen aus der neuen Cultivator-Serie sowie aktuelle Malerei der CT-Universe-Reihe.

Schönauer reduziert in den Cultivators sein bisheriges Formenrepertoire auf ein einziges Element: die Linsen, Schnittmengen zweier Kreise, die er in verschiedenen Winkeln zueinander an unterschiedlichen Punkten ihrer Oberflächen verbindet. Aus dieser Vereinfachung der Konzeption entsteht eine ungeahnte Vervielfachung und zugleich Verdichtung der Komplexität des Erscheinungsbildes der Skulpturen. Im Zusammenspiel mit dem Umraum der Skulptur, der für Schönauer mindestens genau so wichtig ist, wie das Objekt selbst, entwickeln sich die einander wechselseitig verdeckenden und freigebenden, je nach Position des Betrachters unterschiedlichste Silhouetten formenden Linsen zu Manipulatoren des Raumes, indem sie durch ihre massive Dynamik mit ihm in Korrespondenz treten. Gleichzeitig lassen sich an der Skulptur die Eigenschaften des Raumes ablesen, die ihn sonst oft unbemerkt ausmachen: Reflexion, Spiegelungen, Schatten- und Formenspiele, Flächigkeit und Tiefe, jeweils in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betrachtungskonstellationen.

Thomas Schönauer ist ein Düsseldorfer Künstler, der durch seine großen Skulpturenprojekte und die epoxidharzbasierte Malerei seiner CT-Universe-Reihe internationale Anerkennung gefunden hat. Schönauers Werk zeichnet sich dadurch aus, dass grundlegende kunsttheoretische, soziologische und philosophische Fragestellungen von umfassender Reichweite durch innovative, oft interdisziplinäre Techniken und Konzeptionen eine neue Bearbeitung, Umsetzung und Vermittlung erfahren. Sowohl in der Bildhauerei als auch in seiner Malerei greift er auf unorthodoxe, technisch hochentwickelte Mittel und Materialien zurück, um seine künstlerischen Visionen umzusetzen. Durch das Zusammenspiel beider Disziplinen erleben wir in Schönauers Arbeiten oft eine unmittelbare Faszination, die auf grundlegende Phänomene deutet, in denen sich Denken und Handeln, Freiheit und Vernunft treffen. (Text: © Engelage & Lieder)

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Werk und Künstler:

Engelage & Lieder

Thomas Schönauer

Ab Freitag, den 19. Oktober 2018, bespielt Thomas Schönauer auch das Düsseldorfer Haus der Universität. Diese Präsentation wird begleitet von einer Podiumsdiskussion am 29. November 2018 um 19 Uhr.

Haus der Universität

w/k Zwischen Kunst und Wissenschaft

Einladung Haus der Universität

Meinen kompletten Bildbericht der Ausstellungseröffnung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  BEGEGNUNGEN

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SECRET INGREDIENTS – Thomas Schönauer, links, im Gespräch mit einem Besucher bei Engelage und Lieder, Düsseldorf – Ausstellungseröffnung Foto: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE


 

DIE FASZINATION DER MEERE …

… erfahre ich gleichermaßen an großen Seen. Auf unserer jüngsten Reise durch Norditalien machten wir am Gardasee eine Woche Quartier. In der ehemaligen Villa Grüber wurde schon im September 1913 Gustav Klimt (*14.7.1863 in Baumgarten bei Wien, †6.2.1918 in Wien) die besondere Amtmosphäre am Ufer des Gardasees zum Erlebnis. Er malte von den Balkonen des Hauses seine Werke „Veduta di Malcesine“ und „La Chiesa di Cassone“. Das heutige Hotel Bellevue San Lorenzo war also alleine durch die Spuren Klimts Motivation für mich, sich inspirieren zu lassen. Weniger das mittlerweile touristisch überlaufene Örtchen Malcesine als viel mehr das bleierne Wasser des Alpensees in der Abendstimmung waren Anlass, zur Kamera zu greifen.

Ölbäume, Zypressen und Magnolien, von Dichtern besungener Lorbeer und duftende Myrten – südliches Licht, Landschaften, wie sie Goethe schon liebte. Zurück versetzt in eine Zeit, in der Künstler solche Stätten durch ihre Reisen beseelten, fühlte ich an diesem Ort die Stimmung des Lebenstils der Belle Epoche nach. Nahe liegender war es noch, die Aufbruchsstimmung und Reiselust der fünfziger Jahre nachzuspüren. Schließlich habe ich davon als 56er Jahrgang noch selber etwas mitbekommen, obwohl ich erst 1973 mit meinen Eltern zum ersten Mal die Alpen überquerte. Der nicht mehr trockenen Fusses erreichbare Steg im See bei Brenzone ist ein Beleg dafür, dass wir Menschen uns nicht damit begnügen, nur die Uferlandschaft zu erobern, sondern dass wir gerne auch noch ein Stückchen darüber hinaus das Wasser in Besitz nehmen wollen. Wenn man geduldig wartet, kommt irgendwann vielleicht doch noch ein Riva Boot – nur sicher ohne „Gina“ Lollobrigida.

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SEESTUECK Val di Sogno #1, Gardasee © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

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SEESTUECK Brenzone #1, Gardasee © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Alle SEESTUECKE vom Gardsee finden Sie in meinem Archiv  SEESTUECKE


 

MALEREI VON BERTRAM RUTZ

noch bis zum 28. Oktober 2018 im COELNER ZIMMER in Düsseldorf

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Bildbericht zur Ausstellungseröffnung am 7. September

Mehr Informationen zur Galerie   COELNER ZIMMER

Hier geht´s zur Webseite von  BERTRAM RUTZ

Alle Fotos zur Ausstellungseröffnung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  BEGEGNUNGEN


 

 

SCHULZ-DORNBURG UND SALVADORI

Die Stiftung Insel Hombroich zeigt Werke der Fotografin und des Plastikers

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Stiftung Insel Hombroich, Remo Salvadori im Siza Pavillon, mit Ursula Schulz-Dornburg (links) vor seiner Installation „Alveare, 19967-2018“, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Die Stiftung Insel Hombroich präsentiert ab Sonntag, den 9. September 2018, auf der Raketenstation Hombroich die erste Einzelausstellung des italienischen Künsters Remo Salvadori in Deutschland. Gezeigt werden ausgewählte Werke aus vier Jahrzehnten sowie mehrere ortsspezifisch entwickelte Skulpturen.

Zeitgleich sind in den Räumen für Fotografie im Siza Pavillon die ersten Werkgruppen der Fotografin Ursula Schulz-Dornburg zu sehen. Die beiden Projekte Palace Pier, Brighton 1976 und Vorhänge am Markusplatz in Venedig 1973 leiten ihre Beschäftigung mit architektonischen Strukturen und räumlichen Zusammenhängen ein, deren Fortbestehen ungewiss ist.

Alle Fotos der Ausstellungspräsentation finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  BEGEGNUNGEN

Weitere Informationen zum Kulturraum Hombroich finden Sie unter  INSEL HOMBROICH


 

KUNSTSAMMLUNG NORDRHEIN-WESTFALEN

Re-Opening K21

Nach der Schließzeit (bis 31. August) wird am 6. September das K21 als rundumerneuertes Museum für Gegenwartskunst wiedereröffnet. In der Bel Etage eröffnet an diesem Abend die Ausstellung der geheimnisumwobenen Künstlerin Lutz Bacher. Die Sammlungspräsentation in der 2. und 3. Etage zeigt künftig Kunst seit den späten 1980er Jahren (Marina Abramovic, Paul McCarthy, Robert Gober, Maria Lassnig, Rosemarie Trockel, Thomas Ruff, Thomas Schütte, Wael Shawky, Ana Torfs u.v.a.). Nach einer umfassenden Restaurierung wird Reinhard Muchas Schlüsselwerk „Das Deutschlandgerät“ wieder zu sehen sein. Das 1. Obergeschoss begegnet den Besucher/innen als ein offener Ort der Vertiefung und des Austauschs, unter anderm mit dem dauerhaft eingerichteten Archiv von Dorothee und Konrad Fischer.

Alle Fotos der Ausstellungsvorstellung vom 06.09.2018 finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs unter  BEGEGNUNGEN

Weitere Informationen zum Ausstellungsprogramm finden Sie unter  KUNSTSAMMLUNG


 

ANTHONY CRAGG IM EHRENHOF

ALLES IN BEWEGUNG

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Anthony Cragg im Museum Kunstpalast, hier vor seinen Skulpturen „Early Form“, 2014 (links) und „Woman´s Head“, 2007, © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Das Museum Kunspalast in Düsseldorf zeigt noch bis zum 10. Februar 2019 großformatige Skulpturen des englischen Bildhauers Anthony Cragg (*1949).

Im Herbst beginnt das Ausstellungsprogramm des Kunstpalasts mit einer Präsentation
großformatiger Skulpturen des englischen Bildhauers Anthony Cragg (*1949). Seit langer
Zeit wird erstmals wieder der Außenbereich des Ehrenhofs bespielt. Die Besucher erwarten bis zu 6,50 Meter hohe Skulpturen, in denen sich Illusionismus und statuarische Monumentalität auf einzigartige Weise mischen. Eine Kabinettausstellung im Kunstpalast widmet sich Craggs Arbeiten auf Papier.
„Mit der Präsentation im Ehrenhof geben wir diesen einmaligen städtischen Raum als
großartige Bühne für Skulpturen-Ausstellungen und temporären Installationen frei. Ich
freue mich besonders, dass wir Anthony Cragg dafür gewinnen konnten, den Auftakt zu
machen.“ betont Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast.
Craggs Werk spiegelt eine große Vielfalt an Materialien und Formen wider. Sein künstlerisches Verfahren ist ebenso ungewöhnlich wie unmittelbar. Er geht nicht vom Modellieren aus, sondern vom Zusammenstellen bereits existieren der, oft gefundener Formen. Aus einfachen Bestandteilen wie runden oder ovalen Scheiben erschafft Cragg in einer unverwechselbaren Formensprache Skulpturen, die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszillieren. Blieben in seinen frühen Skulpturen die Ausgangsmaterialien sichtbar, so zeigen die –aktuellen, in Bronze, Fiberglas und Edelstahl ausgeführten bildhauerischen Arbeiten im Ehrenhof keinen Hinweis auf die Ursprungsformen.
„Die großformatigen Skulpturen von Anthony Cragg faszinieren durch ihr Wechselspiel
zwischen dem sinnlichen Reiz ihrer makellosen Oberflächen und ihrer rationalen, genau
geplanten konzeptuellen Basis“, erläutert Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst, Kunstpalast.
Kuratiert wird die Ausstellung gemeinsam von Anthony Cragg und Kay Heymer, Leiter
Moderne Kunst, Kunstpalast. Text © Presse Museum Kunstpalast

 

BEWEGUNG

steht im Werk des in England geborenen Bildhauers im Zentrum. Seine Skulpturen werden oft aus vorgefundenen Formen wie Flaschen, Vasen oder anderen Gefäßen entwickelt, die in BEWEGUNG versetzt werden. Fünf große Beispiele sind nun im Ehrenhof zu besichtigen. Graggs Arbeiten auf Papier sind ähnlich vielfältig wie die Skulpturen – es gibt vorbereitende Zeichnungen ebenso wie völlig autonome Aquarelle. Bleistiftzeichnungen aus der Werkgruppe der „Vessels“ (Gefäße) zeigen ineinandergestellte, bewegte Vasen, die mögliche Konstellationen für die Skulpturen andeuten. In Aquarellen wie jenen aus der Serie „Microstructures“ erprobt Cragg dagegen die Gestaltung von Oberflächen durch zahlreiche nebeneinander gelegte, nummerierte Felder. Diese lassen sich auch in den strukturierten Oberflächen anderer Skulpturen aus Serien wie „Profiles“ oder „Secretions“ (Absonderungen) wiederfinden. Die Aquarelle aus der Serie der „Chromosomes“ zeigen hingegen frei erfundene Figuren und Hände, die von einem vereinheitlichten Muster überzogen und in bisweilen schnelle BEWEGUNG versetzt sind. Die für die Darstellung dieser Formen genutzte flüssige Technik passt perfekt: Sie verweist auf das fließende Leben der Formen, das frei zwischen den Sphären von Materie, Raum und Geist changiert. Craggs Arbeiten auf Papier ergänzen und vertiefen das, was er in seinen Skulpturen erzielt – eine Kraft, die sich ganz wesentlich aus Neugier, Experimentierfreude und Humor speist.

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Anthony Cragg im Museum Kunstpalast, hier seine Fiberglas-Skulptur „Mean Average, 2018“ (Ausschnitt), © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Alle Fotos zur der Ausstellungsvorstellung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs in dem Album  BEGEGNUNGEN

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter   MUSEUM KUNSTPALAST


 

SONNEN|ZEICHEN

51º14´04.93″ N – 6º47´17.05″ O

© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE


 

BOUCHRA KHALILI IM MUSEUM FOLKWANG

The Tempest Society / Twenty-Two Hours

24. August – 21. Oktober 2018

In Kooperation mit der Ruhrtriennale 2018 zeigt die französisch-marokkanische Künstlerin Bouchra Khalili (*1975, in Casablanca) aktuelle Videoarbeiten im Museum Folkwang in Essen.

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Museum Folkwang Essen, Eine der beiden Videoinstallationen von Bouchra Khalili © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Bouchra Khalilis Arbeiten widmen sich politischen Themen; sie portraitieren Mitglieder verschiedener politischer Minderheiten und deren Strategien von Widerstand. Die Künstlerin formuliert die Zusammenhänge von Subjektivität und kollektiver Geschichte immer wieder neu aus und untersucht die komplexen Beziehungen zwischen dem Einzelnen, seinen Pflichten als Bürger und der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft. Khalili ruft eine (neue) kollektive Stimme der Akteure ins Leben.

Die beiden Videoinstallationen sind noch bis zum 21. Oktober in Essen zu sehen. Der Eintritt ist frei.

alle Fotos der Ausstellungsvorstellung finden Sie in meinen  SCHUBLADEN

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie unter  Ruhrtriennale 2018

und  MUSEUM FOLKWANG


 

SOMMER IM MUSEUM

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NRW Forum Düsseldorf © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Es droht ein weiteres Hitzewellchen in Deutschland. Da empfehle ich einen Besuch in gut klimatisierten Museen. Und für Jungs in jedem Fall einen Gang zur Herrentoilette im NRW Forum Düsseldorf – mit erfrischender Aussicht. Die macht Durst auf ein kühles Biermixgetränk.

Und wer bei dem schönen Wetter draußen bleiben will, kriegt auch in der 1925/26 erbauten Ehrenhof-Anlage am Museum Kunstpalast einiges zu sehen.

alle Fotos: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE