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Ich kommuniziere auf meinem Blog nicht nur eigene Fotoprojekte.
Ich informiere über Fotografie und deren Stellenwert in der Kunst und im Kommerz.

Ich möchte Impulse geben für eine differenzierte Aufmerksamkeit für die Fotografie, einem Jahrhunderte alten Medium in unserer digitalen Gesellschaft.

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DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019 © k.enderlein FOTOGRAFIE

Seit bald fünfzig Jahren beobachte ich Fotografie im öffentlichen Raum – in Museen, in Galerien, auf Kunstmessen, auf Werbeplakaten, auf Foto-Festivals. Welchen Wandel, welche Entwicklung erfährt dieses Medium? Wie verändert sich die Gesellschaft, in der es stattfindet? Wie wechselvoll geht die Gesellschaft mit dem Medium visuelle Kommunikation um? Trotz meiner Voreingenommenheit als Fotoautor, oder gerade deshalb, sind diese Fragen für mich immer wieder spannend, zudem existenziell für mein Wirken und mögliche Antworten immer wieder überraschend. Die Fotografie besteht im Wandel der Zeit. Fotografie wird hoffentlich ein immer spektakuläres Medium sein. Ich werde das in meinem Fotografenleben weiter beobachten! Ich werde versuchen, Antworten zu geben!

Das Foto zeigt eine Außenausstellung von Fotografie-Studierenden der fotobus society auf dem Schadowplatz anl. des DUESSELDORF PHOTO WEEKEND 2019. Wir sehen drei Arbeiten von Felix Kleymann und eine von Martin Lamberty (re.) – © 2019 k.enderlein FOTOGRAFIE


HOFGARTEN IM WINTER

Eine Huldigung für HEINRICH HEINE – und die Fotografie des 19. Jahrhunderts

Heinrich Heine, *13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf, Herzogtum Berg; †17. Februar 1856 in Paris, einer der wichtigsten deutschen Dichter, Journalisten und Schriftsteller.

Ich bemühe den Pathos nur ungern, aber er passt mal wieder wie Faust aufs Auge:

Alles im Leben hat zwei Seiten!

Bei allen Widrigkeiten, die mir die bald einjährige Coronapandemie beschert, hat sie auch eine A-Seite, ein gutes. Bestimmt werden meine Gedanken eher vom einsamen Sterben, von bedrohten Existenzen, von lebensbedrohlicher Krankheit, von sozialer Vereinsamung verbunden mit depressiven Stimmungen, von mangelnder Bewegungsfreiheit, von Verboten erholsamen Reisens.

HOFGARTEN IM WINTER

Und doch bringt mir diese höchst ungewohnte Art der Entschleunigung mit ein wenig guten Willen auch längst vergessene Vorzüge. Denn auch am sonnenreichen Wochenende sind die Parks in der Stadt nur mäßig besucht. Der übliche Trubel bleibt unspürbar. Begegnungen mit anderen Menschen sind rar. Die tradierte Ablenkung in Form von Straßenlärm, Gedrängel mit Fußgängern, E-Roller-Rasern, Alt-Herren-Bikern, Kinderwagen-Korsi. Alles lässt sich gut vermissen. Und so finde ich wieder mehr zu mir selbst, finde gar längst verborgene Begehrlichkeiten und kann diese ungeniert hervorholen und ausleben.

HOFGARTEN IM WINTER

Ich kann auf einmal wieder gern erinnern, ich gestatte mir, kreativ zu sein, ich komme zur Besinnung. Was für wunderbare Gedanken, die ich fast verloren hatte. Und so erfahre ich die Chance, meine Welt ein wenig neu, ein wenig wieder zu entdecken. Und ich kriege Bilder in den Kopf, die ich nur noch aus alten Fotoalben in Erinnerung habe. Aber jetzt sind sie auf einmal real. Ich spüre Kälte im Schatten, aber auch Wärme in der winterlichen Sonne, ich rieche den Wald und die Natur auf eine Weise, die ich fast nicht mehr kannte. Der Schnee knirscht laut unter den Schuhen, und lange Schatten der Wintersonne zeichnen Bilder in den Schnee, die meine Phantasie beflügeln.

HOFGARTEN IM WINTER

Die Aufmerksamkeit für die Vögel im Park, die ungestört nach Nahrung suchen, lässt mich zum Kind werden, das neugierig seine Welt begreifen lernt. Ich möchte die Vögel anfassen und stolpere unbeholfen hinter den flüchtenden Enten her. Und dann nehme ich meine Kamera und möchte diese Erfahrung einfangen, einfrieren, vielleicht für den nächsten heißen Sommer, um mich dann an den eisigen Erinnerungen besser erfrischen zu können. Und ich denke auf einmal an die vielen Bilder in meinem Kopf die ich erfahren hatte, als ich mich Mitte der siebziger Jahre für die Fotografie erwärmte.

HOFGARTEN IM WINTER

Schwarzweißaufnahmen, schattenreich, mit hohen Kontrasten, unwirklichen Formen, durch Ausschnitt ästhetisierte Bilder von Parks, zumeist aus Paris. Dabei denke ich an die längst vergangenen Zeiten, die ich selber gar nicht miterleben konnte. Das war lange vor meiner Zeit. Diese Bilder, die mir jetzt durch den Kopf gehen, stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wie muss das damals gewesen sein? Vielleicht genauso, wie heute, beim winterlichen Spaziergang im Hofgarten.

HOFGARTEN IM WINTER

Und zuletzt kommt mir Heinrich Heine in den Sinn. Der schafft es häufig, mir beim lesen seiner Gedichte und Erzählungen ein Lächeln abzuringen, auch wenn ich nicht immer die Intention seiner Prosa verstehe. Sein kleines Wintergedicht aus dem Jahre 1851 bringt meine Phantasien und Gedanken in nur wenigen Zeilen in eine genüssliche Form. Und ich fühle mich auch lange nach meinem Spaziergang für einen Moment in eine längst vergessene Zeit zurückversetzt.

Das alles kann die gute Seite der Pandemie bewirken, wenn ich das zulasse.


Winter (1851)

Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.

Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavierkonzerte
Zerreißen uns die Ohren.

Weit besser ist es im Summer,
Da kann ich im Walde spazieren,
Allein mit meinem Kummer,
Und Liebeslieder skandieren.

HOFGARTEN IM WINTER – Huldigung für Heinrich Heine, Fotos: © 2021 k.enderlein FOTOGRAFIE

Alle vertikalen Sehbilder aus dem Düsseldorfer Hofgarten finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs hier.


AUS MEINEN SCHUBLADEN 02.2021

Das geht momentan auch nicht – Im elften Monat der Corona-Pandemie

Les Sables d'Olonne
An der Atlantikküste in Les Sables d’Olonne warten hundertausende auf den Sieger der Segelregatta Vendée Globe 2017 © 2021 k.enderlein FOTOGRAFIE

21. Januar 2017, das waren noch Zeiten, bei eisigen Minustemperaturen warten insgesamt über zweihunderttausend Segel-Fans auf die Ankunft der Sieger im französischen Les Sables d’Olonne. Dicht an dicht gedrängt, ohne Abstand, ohne Mund- Nasenschutz, ohne Angst vor einer unsichtbaren tödlichen Gefahr für uns Menschen auf der ganzen Welt. Bilder wie diese sind mittlerweile befremdlich, weil wir uns an Motive ganz anderer Art schon lange gewöhnt haben: leere Innenstädte, wenige Einzelpersonen oder kleinste Grüppchen auf den Straßen und Menschen, die, wenn auch prominent, wir wegen einer Gesichtsbedeckung kaum wiedererkennen.

Wenn in den nächsten Tagen die Bilder der Sieger der laufenden Regatta um die Welt gehen, wird sich der ein oder die andere danach sehnen, wieder auf der Mole am Hafen stehen zu können, mit ein paar tausend anderen Segel-Enthusiasten. Leider geht aber dieses Jahr nicht einmal ein Pastis im Café am Hafen, geschweige denn eine Fahrt über europäische Grenzen an die französische Atlantikküste. Da brauchen wir Geduld!

Im Cafe in Les Sables d'Olonne 2017
Im Cafe in Les Sables d’Olonne 2017 © 2021 k.enderlein FOTOGRAFIE

AUS MEINEN SCHUBLADEN 01.21

Nach einem Jahr Abstinenz fange ich heute meine Rubrik „AUS MEINEN SCHUBLADEN“ wieder an. Die Ereignisse um die Corona-Pandemie hatten auch mich ein wenig gelähmt. Ich habe viele Impulse aus den mir vertrauten Medien und Institutionen bekommen, hatte aber nicht die Muße BLOG-Projekte anzupacken. Außerdem möchte ich meinen BLOG, so gut ich kann, von persönlichen sozial- und gesellschaftskritischen Mitteilungen freihalten. Davon hätte ich reichlich Gebrauch machen wollen. Aber das tue ich an anderer Stelle zumeist im persönlichen Gespräch mit FreundInnen, KollegInnen, aber auch mit MaskenverweigerInnen, Corona-LeugnerInnen, und nicht zuletzt mit HeldInnen des Alltags, die uns mit Produkten aus systemrelevanten Einrichtungen am Leben halten, etc. pp.

Den hier lesbaren BLOG möchte ich weiterhin für möglichst unvoreingenommene Mitteilungen aus dem Bereich der Kunst im Allgemeinen und dem Bereich der Fotografie im Besonderen nutzen.

Dennoch: momentan sind meine Gedanken viel in den U.S.A., die ich immer wieder für Fotoaufträge bereiste. Meine Skepsis gegenüber vielen Menschen einer mutmaßlichen modernen und offenen Nation, die ich damals kennen lernen durfte, schien sich beim Sturm aufs Kapitol zu bestätigen. Die erschreckende Entwicklung, die das Land unter der Präsidentschaft von Donald Trump allein in den letzten vier Jahren nahm, machte mich melancholisch, und so wühlte ich in den SCHUBLADEN meines Archivs in den USA-Fotos herum.

Ney York City, Manhatten, Mai 1982
Ney York City, Manhatten, Mai 1982 © 2021 k.enderlein FOTOGRAFIE

Dieses Foto drängte sich mir geradezu auf: „Mein New York“, wie ich es aus Filmen und Büchern kannte, 1982 pur noch ohne einen Bürgermeister namens Giuliani (in dieser Funktion von 1994 bis 2001) und ohne einen Präsidenten namens Trump.

Ein US Army Folding Chair in meiner Bilderwerkstatt © 2021 k.enderlein FOTOGRAFIE

UNGEWÖHNLICHER WANDSCHMUCK

Konzept und Umsetzung für die visuelle Ausstattung eines Bürogebäudes in der SHK-Branche

Montage Wandschmuck WRUCK SERVICE
Montage für Besprechungsraum

In den Büros einer Firma der Sanitär-Heizung-Klima-Branche müssen nicht immer Werbekalender der Lieferanten die Wände schmücken. Dass es auch anders geht kann ich am Beispiel der Firma THOMAS WRUCK SERVICE GmbH in Falkensee vor den Toren Berlins belegen.

Weil die Inhaber der Firma auch meine Freunde sind, war es sicher nicht ganz zufällig, dass wir vor drei Jahren schon über das nun realisierte Projekt ins Gespräch kamen. Die beiden waren Gäste auf meiner Ausstellungseröffnung in Essen im Jahre 2017 und reservierten damals schon ein SEESTUECK für ihre Büroräume. In der Planung war damals ein fast 800m2 großes Büro-, Wohn- und Geschäftshaus, in dem die SHK-Firma ihre bisherigen Bürostandorte bündeln wollte. Alles neu, vorbildliche Installationen, komfortable Büros für effektives Arbeiten für alle Mitarbeitenden und Repräsentieren der jeweiligen Dienstleistungen des Service-Anbieters für alle Kunden. Bei Fertigstellung im Oktober 2020 musste jetzt nur noch ein schlüssiges Konzept für die Wandschmuck-Gestaltung realisiert werden.

Wichtig war uns von Anfang an, die Mitarbeitenden der Firma an der Ideenfindung für eine Reihe ästhetischer und nachhaltiger Bildmotive mit einzubeziehen. So galt es eine win-win-Situation für alle Beteiligten zu finden. Schließlich müssen die Mitarbeitenden, die nicht oder wenig im Außendienst unterwegs sind, täglich auf die Wandbilder gucken, die Geschäftsführung hat dagegen aber auch ein berechtigtes Interesse, seinen Kunden und Lieferanten individuelle Amateur-Urlaubsbilder oder die Glanzkalender der Mitbewerber vorzuenthalten.

Die Motive der Schmuckfotos sollten aber auch mit dem Geschäftsfeld der Firma identifizierbar sein und in einem unübersehbaren Zusammenhang mit deren Produkten und Leistungen stehen. Aus diesem Anspruch entwickelten wir die Idee, jeden Mitarbeitenden nach seinem Lieblingswerkzeug oder -gegenstand zu fragen. Den galt es dann für ein Studioshooting mitzubringen. Diese Ideenfindung mit den einzelnen KollegInnen war schon eine konstruktive Teamarbeit für sich. Nach anfänglicher Zurückhaltung übertrafen sich einige mit der Sammlung höchst kreativer Vorschläge, sowohl für ihre eigene Repräsentation als auch für meine fotografische Arbeit.

Und so landeten die unterschiedlichsten zum Teil sehr persönlichen Dinge auf der Fotoliste. Ich brauchte nur noch nach objektiver Ästhetik und Attraktion auszusuchen. Um die weniger spektakulären, auch banalen Motive von zum Teil gebrauchten und abgenutzten Werkzeugen für eine exklusive Wandpräsentation zu ästhetisieren, entwarf ich das technische Konzept: eine flächige aber werblich ausgeleuchtete Abbildung, das Objekt als Freisteller und dann auf tief schwarzem Grund mit einem weißen Rand. Und das ganze dann in einem Quadratmeter Größe auf AluDibond mit Profilhängung als Abstandshalter.

Auf diese Art bekamen eine Rohrpumpenzange, ein Edelstahl-Heizkörper, eine Sammlung von Steuerrichtlinien, ein Entlüftungsschlüssel, drei Zündelektroden, eine Gasarmatur und viele weitere Gegenstände des alltäglichen Bedarfs der Firma eine neue Bedeutung und eine höhere Wertigkeit.

Innenansicht während der Hängungsarbeiten vor Einzug im Oktober 2020 © k.enderlein FOTOGRAFIE

Coronabedingt ist der Einzug in das Bürogebäude erst Anfang 2021 geplant. Deshalb gibt es bis dato leider noch keine Fotos der finalen Hängung der Bildmotive. Das holen wir aber nach, d.h.: demnächst mehr! Vorerst finden Sie alle Motive dieser Arbeit in den SCHUBLADEN meines ARCHIVs hier.

k.e, Dezember 2020


CASPAR DAVID FRIEDRICH und die Düsseldorfer Romantiker

Ausstellung im KUNSTPALAST Düsseldorf, bis zum 7. Februar 2021

Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast
Bettina Baumgärtel, Leiterin Gemäldegalerie, Kunstpalast, Kuratorin der Ausstellung

Jan Nicolaisen, Chefkurator Malerei und Skulptur, Museum der bildenden Künste Leipzig, Kurator der Ausstellung 

Zu Lebzeiten stand Caspar David Friedrich (1774–1840) in einer spannungsvollen Beziehung zu den Vertretern der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Der künstlerische Austausch war von Gegensätzen und Kritik, aber auch von erstaunlichen Korrespondenzen geprägt. Mitte der 1830er-Jahre geriet Friedrichs Werk zunehmend in den Schatten der Düsseldorfer Malerschule. Die rund 120 Werke umfassende Ausstellung präsentiert den aufkommenden Geschmackswandel von der Romantik bis zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Werken der Düsseldorfer Malerschule. Etwa 60 Werke Friedrichs werden gemeinsam mit den Arbeiten seiner Dresdener Malerfreunde wie Carl Gustav Carus (1789–1869), Ludwig Richter (1803–1884) und Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855) präsentiert. Ihnen gegenübergestellt werden Hauptwerke der Düsseldorfer Vertreter Carl Friedrich Lessing (1808–1880), Andreas Achenbach (1815–1910) und Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863).

Eine Ausstellung des Kunstpalastes, Düsseldorf, und des Museums der bildenden Künste, Leipzig. In Leipzig wird die Ausstellung vom 3. März bis 6. Juni 2021 gezeigt.

Die KuratorInnen der Ausstellung Bettina Baumgärtel und Jan Nicolaisen vor Johann Wilhelm Schirmers Das Wetterhorn aus dem Jahre 1838

„Aus heutiger Perspektive mag erstaunen, dass die Düsseldorfer damals als die wahren Romantiker gefeiert wurden“, so Bettina Baumgärtel, Kuratorin der Ausstellung. „Dass Wahrnehmung von Kunst jedoch einem beständigen Wandel unterliegt und die Beurteilung künstlerischer Qualität keinem allgemeingültigen Prinzip folgt, wird klar, wenn man Aufstieg und Fall Caspar David Friedrichs verfolgt.“

Zwischen dem Rheinland und Sachsen herrschte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein lebendiger und vielschichtiger Kulturtransfer. Ab 1826 stellte Friedrich zeitgleich mit dem Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie, Wilhelm Schadow (1788–1862), und der frühen Generation der Düsseldorfer Malerschule in verschiedenen landesweiten Akademieausstellungen aus. Laut Friedrich sollte die Naturanschauung eine Ergründung des inneren Selbst ermöglichen; Landschaftsgemälde sollten Natur nicht nur abbilden, sondern Empfindungen wecken, wofür die Rückenfigur bildhaft steht. Seit den späten 1820er Jahren bezogen sich Künstlerkollegen in Düsseldorf und Sachsen auf seine Werke. Allerdings entwickelten die Düsseldorfer in wesentlich großformatigeren Werken zunehmend mehr Dramatik und Pathos, sie erzählten Geschichten und überzeugten mit technischer Raffinesse. Stetig gewann diese Malerei an Einfluss, vor allem auf die Kunstentwicklung an der Elbe, sodass schließlich führende Düsseldorfer Maler als Professoren an die Dresdener Akademie berufen wurden.

In acht Kapiteln, von Atelierszenen bis hin zu den vielfältigen Landschaftsthemen, nähert sich die Ausstellung den Fragen, wie es zur Ablöse der Dresdener Romantik durch die Düsseldorfer Malerei kam und welche gesellschaftlichen Ursachen diesem Geschmackswandel zugrunde lagen. Neben der heimatlichen Landschaft, den Seestücken und vom Mond beschienen Nachtstücken wird das Freilichtstudium in der Natur als Arbeitsweise aufgegriffen. Anhand von Themen wie der Vergänglichkeit als zentrales Sujet der Romantik veranschaulicht die Ausstellung die Weiterentwicklung von der stillen Andacht Friedrichs bis zur gesellschaftskritischen Genremalerei der Düsseldorfer.

Andere Gegensätze werden im Vergleich zwischen dem kontemplativen Felsenriff am Meeresstrand von Friedrich und der stürmischen Dramatik in Andreas Achenbachs Ein Seesturm an der norwegischen Küste sichtbar. Bedeutende Leihgaben aus der Alten Nationalgalerie, Berlin, der Hamburger Kunsthalle, dem FolkwangMuseum Essen, dem Musée du Louvre, Paris, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, dem Städel Museum, Frankfurt, dem Thyssen-Bornemisza Museum, Madrid, und etlichen anderen renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen bereichern die umfangreiche Schau.

Text: Pressestelle KUNSTPALAST; alle Fotografien: © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Alle Fotografien der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines ARCHIVs

Weitere Informationen zur Ausstellung im KUNSTPALAST hier.


k.enderlein trifft VINCENT VAN GOGH

Seit 1990 bin ich auf den Spuren des Malergenies VINCENT VAN GOGH. Mit Licht, das in meiner Kamera auf ein lichtempfindliches Medium fällt, möchte ich sein Leben nachzeichnen. Als voreingenommener Bild-Erzähler versuche ich meine eigenen Wahrnehmungen an den verschiedenen Wirkungsstätten van Goghs zu inszenieren. Dabei verschmelzen immer wieder seine geschilderten Eindrücke mit meinen aktuellen Erfahrungen. So enstehen nicht ganz zufällig auch immer wieder ähnliche Motive von Landschaften, Menschensituationen und Stillleben. Es sind aber ausschließlich seine überlieferten Empfindungen und nicht seine Werke, die ich zu visualisieren versuche.

Frei nach dem Motto

„Ich fotografiere nicht, was VINCENT VAN GOGH malte – ich fotografiere, was er dachte.“

habe ich im Laufe der fast dreißig Jahre elf Stätten bereist, an denen der Maler in der Zeit von 1873 bis zu seinem Tod im Jahr 1890 gelebt und gearbeitet hatte. Über dreihundert Fotomotive umfasst mein Bildwerk. Rechtzeitig vor dem neuerlichen Lockdown in den Städten Brüssel und Auvers-sur Oise bei Paris habe ich nun in diesem Jahr meine Huldigung für das Malergenie abgeschlossen. Die Kreativarbeit ist so weitenstgehendst abgeschlossen – jetzt beginnt die Arbeit, Aufmerksamkeit für mein Projekt zu erreichen. Ich habe über sechshundert Adressen generiert, die ich mit meiner ZEITUNG informieren möchte – die Printversion per Post, das pdf-Dokument per Email und online.

Meine Hommage an VINCENT VAN GOGH ist für mich eine Art Dialog mit einem Menschen, der mir durch sein Werk und seine Lebensweise auch heute noch Impulse gibt – nicht nur für meine künstlerische Arbeit, sondern auch für meine Einstellung zu vielen Themen des Lebens, die unseren Alltag mitbestimmen.

Die Zeitung über das Projekt „k.enderlein trifft VINCENT VAN GOGH“ gibt einen groben Überblick über meine umfangreiche Werkgruppe und macht bestenfalls auch neugierig darauf, welcher Zusammenhang sich zwischen Klassischer Moderne und zeitgenössischer Fotografie finden lässt.

Ein umfangreiches pdf-Dokument (86 Seiten) zeigt eine großen Teil meiner über 300 Fotografien. Eine Zitatenauswahl der überlieferten Briefe van Goghs ist jeweils den entsprechenden Fotografien zugeordnet. Sie verschmelzen mit dem Motiv und verschärfen zugleich seinen Hintergrund. Ich möchte mit meinem Bildwerk auf diese Art meine persönliche Sehweise auf den berühmten Maler vermitteln.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich mein Bildwerk wirklich abgeschlossen habe. Im Kopf geht das weiter – und eines Tages werde ich vielleicht wieder mit der Kamera aufbrechen, um neue Impulse und weitere Inspirationen an neuen oder auch bekannten Stätten zu arbeiten. Vincent van Gogh wird mich wahrscheinlich immer begleiten. Und Kulturwissenschaft und Geschichte hört auch nie auf, ist nicht endlich. So möchte ich offen lassen, ob mich das Thema wieder packt, wie auch immer dient es im Höchstmaß meiner Seelenzufriedenheit – frei nach Vincent van Gogh – oder es entfacht gar wieder ein großes Feuer in meiner Seele.

Ab sofort ist mein Bildwerk umfänglich auf der neuen Projekt-Seite www.k-enderlein-vangogh.com/ beschrieben. Alle Bildmotive finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs.


ZWISCHENSPIEL IN DER CORONA-KRISE

Schattenzeichen auf dem Grabbeplatz in Düsseldorf © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Ich habe meine Reiseaktivitäten fast auf null reduziert – der weltweiten Corona-Pandemie geschuldet. Und weil ich zu sehr an meinem Leben hänge, bin ich vorsichtig und begegne seit Mitte März nur den Menschen, bei denen ich höchstwahrscheinlich kein Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu befürchten habe. Seit Monaten arbeite ich einmal mehr mit dem Kopf, im Homeoffice – ohne Kamera. Bilder entstehen ja auch zuerst im Kopf, und weil ich fotografiere, was ich denke und nicht, was ich sehe, hilft die begegnungsarme Zeit, meine nächsten Bildmotive zu konzipieren.

Vorsichtig begebe ich mich nach Öffnung der ersten Museen und Galerien auch wieder in die Zeigeräume der Kunst. Und wenn ich dort wieder einmal hinreichend Inspiration erfahren habe, kann ich dann doch nicht meine Kamera in der Tasche lassen. Erst recht nicht, wenn die ersten mutigen, hoffentlich nicht leichtsinnigen, Museumsbesucher deutliche Schatten auf dem Pflaster zeichnen. Deshalb an dieser Stelle auf meinem BLOG ein Lebenszeichen, verbunden mit dem Hinweis, allen Fotografie-Enthusiasten noch einen Besuch in der Düsseldorfer Kunsthalle zu empfehlen, sozusagen auf den letzten Drücker:

SUBJEKT und OBJEKT. FOTO RHEIN RUHR

verlängert bis zum 16. August 2020

Die Ausstellung SUBJEKT und OBJEKT. FOTO RHEIN RUHR betrachtet erstmalig die Bezüge der unterschiedlichen fotografischen Positionen, die sich im Gebiet der rheinländischen Metropolen sowie dem Ruhrgebiet und den dort ansässigen Kunsthochschulen seit den 1960er-Jahren herausgebildet haben. Das Besondere an diesem Ansatz ist dem Umstand geschuldet, dass sich im Westen Deutschlands eine so reichhaltige Fotoszene entwickeln konnte, welche über die letzten 70 Jahre immer wieder neue und innovative künstlerische Positionen mit zum Teil sehr unterschiedlichen fotografischen Ansätzen hervorgebracht hat. Dies geht, so die These, einerseits auf die Dichte der Kunsthochschulen und Werkschulen zurück, die sich an Rhein und Ruhr nach dem Zweiten Weltkrieg herausbildeten. Andererseits aber auch auf die künstlerische Sozialisation durch einen intensiven kunsthistorischen Diskurs, die parallel stattfindende künstlerische Entwicklung innerhalb der bildenden Kunst und die Auseinandersetzung mit Positionen der internationalen Kunst, die in den großen Institutionen in Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld und Mönchengladbach gezeigt wurden.

SUBJEKT und OBJEKT. Ausstellungsansicht in der Kunsthalle Düsseldorf, Fotos: © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Die Ausstellung vereint zentrale Positionen dreier Künstlergenerationen und zeigt erstmals die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer künstlerischen Ansätze. Vor allem werden aber auch bisher weniger betrachtete Positionen in diesem Kontext präsentiert. Mit rund 100 KünstlerInnen und mehr als 600 Werken unternimmt die Ausstellung erstmals eine dialogische und impulsgebende Untersuchung dieser Entwicklung. KUNSTHALLE DÜSSELDORF


„BAROCK IST DAS NICHT.“

Kunstpreis der Künstler für FRITZ JOSEF HAUBNER im Rahmen der DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2020

Kunstpreis der Künstler für FRITZ JOSEF HAUBNER – DIE GROSSE 2020, Fritz Josef Haubner © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Auf der Frage nach dem Genre seiner Kunst antwortete der Preisträger Fritz Josef Haubner (*1937 in Neumarkt/Oberpfalz) auf der Pressekonferenz im Kunstpalast Düsseldorf: „Barock ist das nicht“. Das Stichwort „Barock“ war gefallen, als der Kunstpreisträger von seiner Kindheit und dem Motiv, erst 1980 Maler zu werden, kurzweilig und amüsant erzählte: als Heranwachsender verbrachte er drei Jahre seines Lebens im Karmelitenkloster Regensburg. Dort war er von unzähligen großformatigen Decken- und Wandgemälden umgeben, die ihn ganz offensichtlich früh für die bildenede Kunst sensibilisierten. Die häusliche Gebrauchskunst, die seine Mutter – eine gelernte Schneiderin – durch Kompensationsgeschäfte sammelte, hatte den jungen Haubner ebenso nachhaltig beeindruckt. Es vergingen aber fast vierzig Jahre, ehe Haubner beschloss Künstler zu werden. Auch Ende der siebziger Jahre war es dann ein besonderer Impuls, der ihn zu der einschneidenden Veränderung in seinem Leben motivierte: er übernahm die umfangreiche Sammlung eines zuvor verstorbenen Künstlers aus seiner Nachbarschaft in Duisburg, wo er seit 1969 lebt.

In Duisburg war Haubner fast vierzig Jahre bei der Stadtverwaltung als Diplom-Sozialarbeiter tätig, nachdem er sich zuvor in den verschiedensten „Branchen“ verdingt hatte: als Landwirt, als Karmeliten Mönch, bei Bundesgrenzschutz und Bundeswehr, als Bergmann, Bauarbeiter, Bierfahrer und als Fließbandarbeiter.

Jetzt ehrt die Düsseldorfer Künstlerschaft mit dem jährlichen Kunstpreis Fritz Josef Haubner für sein malerisch-plastisches Lebenswerk. „Als Autodidakt setzte er sich zeichnerisch-malerisch und mittels Materiealcollagen mit Alltagsgegenständen auseinander. In ihrer oft rührend einfachen Bildsprache zeigen seine Werke eine Dingwelt jenseits des Materiellen. Die häufig gefundenen Materialien, die die Spuren der Zeit oder des Gebrauchs tragen, nutzt Haubner als Bildträger für seine sich wiedrholenden Motive. Die Eingriffe Haubners verwandeln den Fundgegenstand in ein poetisches Bild, das, einem Fenster gleich, das Innen und Außen von Gegenstand, Motiv und BetrachterIn neu verbindet.“, so die Argumentation der Düsseldorfer Künstlerschaft.


MARTIN SCHOELLER – PORTRAITS

Üppige Werkschau des Fotografen im NRW-Forum in Düsseldorf – noch bis zum 17. Mai 2020

NRW-Forum – MARTIN SCHOELLER, M. Schoeller erzählt bei der Ausstellungsvorbesichtigung von seinen Begegnungen mit den portraitierten Menschen © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Sichtlich amüsiert aber auch nachhaltig bewegt erzählte Martin Schoeller (*1968 in München) bei der Ausstellungsvorbesichtigung im NRW-Forum von seinen Begegnungen mit den verschiedensten Persönlichkeiten, die vor seiner Kamera still hielten. Etwa 170 Werke aus seinen Werkgruppen Close Up, Female Bodybuilders, Drag Queens, Kayapo, Portraits, Identical, Hollywood und Death Row Exonerees hängen zum Teil großformatig an den Wänden der Ausstellung. Bei aller Unterschiedlichkeit der Werkgruppen und den Motiven, die den Autoren zu den einzelnen Themen müssigt, wirken die Bilder wie ein Gesamtwerk technischer Bestandsaufnahmen menschlicher Persönlichkeiten. Doch jedes einzelne Bild, jedes einzelne Gesicht erzählt seine eigene Geschichte. Und so wird´s nicht langweilig.

NRW-Forum – MARTIN SCHOELLER, M. Schoeller (5. von links) erzählt bei der Ausstellungsvorbesichtigung von seinen Begegnungen mit den portraitierten Menschen © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Zu den vielsagenden Bildmotiven fügte Schoeller bei der Ausstellungsvorbesichtigung seine persönlichen Erinnerungen zu den einzelnen Begegnungen mit den Protagonisten dazu. Eine wirklich kurzweilige Veranstaltung, die gerne hätte länger dauern können, denn bei näherem Hinsehen und Zuhören wirkte der Fotograf trotz seiner Augenhöhe zu den Mächtigen und vermeintlich Wichtigen dieser Welt erfreulich bodenständig und bescheiden. Die notwendige Professionalität und Technikaffinität bei seinen Shootings entgehen dem aufmerksamen Beobachter allerdings auch ohne persönliche Kommentare zu den Bildern nicht.

Und wer nicht glaubt, dass Schoeller auch anders kann, als in der Ausstellung gezeigt, dem sei seine Zuhause-Seite ans Herz gelegt. Dort lässt sich nachvollziehen, dass Schoeller wirklich einer der gefragtesten Fotografen der Welt ist.

Weitere Informationen zur Ausstellung im NRW-Forum gibt es hier.

Alle Bilder der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN.


Übrigens hängen Schoellers Portraits der Holocaust-Überlebenden auf der Zeche Zollverein in Essen auch noch bis zum 26. April 2020:

Ort der Ausstellung: UNESCO-Welterbe Zollverein – Areal C (Kokerei) | Mischanlage (C70), Arendahls Wiese, 45141 Essen, noch bis zum 26.04.2020

siehe hierzu auch meinen BLOG-Bericht vom 20.01.2020

Weitere Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs in dem Album BEGEGNUNGEN

Alle Infos zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite der Zeche Zollverein


PABLO PICASSO.KRIEGSJAHRE 1939 bis 1945

PABLO PICASSO.Kriegsjahre 1939 bis 1945, K20 Düsseldorf, „Atelierfenster“ 1943 (Ausschnitt) © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf gibt den Picasso im K20 am Grabbeplatz – noch bis zum 14. Juni 2020. Heute schätzt man das umfangreiche Gesamtwerk des spanischen Künstlers Pablo Picasso (*1881 †1973) bestehend aus Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Gemälden, Plastiken und Keramiken auf etwa 50.000 Arbeiten. Etwa siebzig seiner Werke aus den Jahren 1939 bis 1945, also aus der Zeit des zweiten Weltkriegs, sind jetzt in der Kunstsammlung ausgestellt. Die Ausstellungsarchitektur in der Grabbe Halle des Museums kommt zwar der Geometrie eines Irrgarten gleich, schadet aber nicht der Nähe und steigert gar Lust des Begreifens der Werke.

PABLO PICASSO.Kriegsjahre 1939 bis 1945, K20 Düsseldorf, Ausstellungsvorbesichtigung © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Ein übersichtlich gestalteter Katalog regt zum Lesen an. Die Chronologie der Ereignisse, wechselnd dargestellt durch Picassos umfänglich besprochenen Arbeiten, Dokumentationen und umfangreiche Brief-Korrespondenzen mit anderen Künstlern und Freunden, gibt einen tiefen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkriegs und die Motivation für die Arbeiten des Künstlers. So lernen wir auch über den Menschen Picasso etwas.

Am Anfang des Rundgangs sehen wir zunächst Picasso auf Fotografien. Keine Seltenheit und durchaus ein wesentlicher Aspekt seines künstlerischen Schaffens. Denn Picasso und die Fotografie gehören einfach zusammen. Schon 1997 widmete die Kunsthistorikerin Anne Baldassari diesem Thema einen umfänglichen Katalog, „PICASSO UND DIE PHOTOGRAPHIE“. Eine umfangreiche Sammlung von etwa 15.000 Fotodokumenten in Picassos persönlichem Archiv diente ihm als Inspirationsquelle. Er experimentierte mit dem Medium Fotografie. So sind bemalte Bilder und zerschnitte und collagierte Fotografien überliefert. Er kratzte auf Kleinbilddias eigene Motive in das Material. Er „spielte“ mit dem für die Fotografie unabdingbaren Licht und „malte“ dabei mit der Taschenlampe figürliche Motive in den Raum.

PABLO PICASSO.Kriegsjahre 1939 bis 1945, K20 Düsseldorf, Teilnehmerinnen der Ausstellungsvorbesichtigung © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Picasso machte zu vielen seiner Werke in der Entstehung Fotodokumentationen. In der ihm gebührenden Eitelkeit war Picasso sich häufig selbst das beliebteste Motiv. Er bevorzugte das „Sich-Selbst-Fotografieren“, heute „Selfie machen“ genannt, oder er ließ sich aufwendig von befreundeten Künstlern und Fotografen vor der Kamera inszenieren. So gibt es zahlreiche Portraitaufnahmen von ihm von bekannten Fotografengrößen wie Cecil Beaton (*1904 †1980), Brassai (*1899 †1984), Henri Cartier-Bresson (*1908 †2004), Robert Doisneau (*1912 †1994), Man Ray (*1890 †1976), Robert Capa (*1913 †1954) und seiner Lebensgefährtin, der Fotografin Dora Maar (*1907 †1997) und Lee Miller (*1907 †1977).

Inspiration für eigene Kreativität in meinem Fach der Fotografie bieten nicht nur Bildvorlagen, sondern ebenso Kunst und Literatur in jedweder Form, genau so wie Begegnungen mit Menschen und Situationen. Und so lasse ich mich gerne weiterhin von der Arbeit des großartigen Künstlers, wie Picasso es war, inspirieren.

Weitere Informationen zur Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gibt es hier.

Alle Bilder der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN.


SICHTWEISEN – FOTOGRAFIE

Die neue Sammlung Fotografie – Ausstellung im KUNSTPALAST Düsseldorf

19. Februar bis 17. Mai 2020

SICHTWEISEN Die Neue Sammlung Fotografie – Kunstpalast Düsseldorf – Ausstellungsansicht © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

LICHT – NEUGIER – MENSCH – DINGE – ORDNUNG – ALLTAG – ZEUGNIS – RAUM

In diese acht Themen ist die Präsentation der neuen Sammlung des Düsseldorfer Kunstpalast aufgeteilt. „Neu“ deshalb, weil die Sammlung erst im Dezember 2018 aus der Bestandssammlung der Galerie Kicken angekauft wurde. „Eine breite, übereuropäische repräsentative Auswahl, die den Fotobestand des Kunstpalastes erweitert und nun den Auftakt zu einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit der Fotografie gibt.“, so der Generalkdirektor des Kunstpalast Felix Krämer.

Erstmals widmet sich eine Ausstellung in Düsseldorf der Fotografie seit ihren Anfängen bis heute und fächert die große Vielfalt des Mediums auf. Möglich wird dies dank des Ankaufs von über 3000 Fotografien aus der Bestandssammlung der Galerie Kicken im Dezember 2018. In der rund 200 Werke umfassenden Ausstellung treten Ikonen der Avantgarden von Man Ray (1890–1976) bis Bernd (1931–2007) und Hilla Becher (1934–2015) neben überraschende, weniger bekannte fotografische Positionen, das Einzelbild neben die Serie. „Sichtweisen“ verfolgt keine chronologische Ordnung, sondern erschließt die Sammlung über inhaltliche Themen. Die Schau versammelt mehr als 100 Fotografinnen und Fotografen und intergriert auch Werke aus dem bisherigen Fotobestand des Kunstpalastes.

In ihren Kapiteln zeigt die Ausstellung Beispiele der sogenannten Orientfotografie des 19. Jahrhunderts ebenso wie die Nachahmung der Malerei durch die Fotografie im Piktorialismus, das Neue Sehen und die Neue Sachlichkeit der 1920er und 1930er Jahre. Auch die Lichtexperimente der Subjektiven Fotografie in den 1950er Jahren, das Dokumentarische und die Autorenfotografie der 1970er und 1980er Jahre sowie die amerikanische Farbfotografie sind exemplarisch vertreten.

„Sichtweisen“ präsentiert unter anderen Eadweard Muybridge (1830–1904), Karl Blossfeldt (1865–1932), August Sander (1876–1964), Edward Weston (1886-1958) sowie Candida Höfer (*1944) oder Andreas Gursky (*1955), die zu den festen Größen im kunsthistorischen Kanon gehören. Einige sind – wie Aenne Biermann (1898–1933) oder Ludwig Windstosser (1921-1983) – mit ihren fotografischen Werken erst in jüngerer Zeit wieder entdeckt worden. Die früheste Arbeit in der Ausstellung aus dem Jahr 1844 stammt von Henry Fox Talbot (1800–1877), die jüngste Aufnahme ist von Jesco Denzel (*1972), entstanden während des G7-Gipfels im Jahr 2018. Das Spektrum der Ausstellung umfasst neben diesen namhaften ebenso Aufnahmen von anonym gebliebenen Bildautorinnen und Bildautoren.

SICHTWEISEN Die Neue Sammlung Fotografie – Kunstpalast Düsseldorf – Ausstellungsansicht © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

ZU SEHEN SIND DIE FOTOGRAFISCHEN WERKE VON Leopold AHRENDTS – Eugène ATGET – Ernst-Ludwig BACH – Irene BAYER – Bernd und Hilla BECHER – Sibylle BERGEMANN – Aenne BIERMANN – Ilse BING – Karl BLOSSFELDT – Anna und Bernhard BLUME – Günter BLUTKE – Renata BRACKSIEK – Monika VON BOCH – Robert CAPACHARGESHEIMER – Charles CLIFFORD – Jesco DENZEL – Jim DOW – Charles EAMES – Barnaby EVANS – Walker EVANS – Claude-Marie FERRIER – Hans FINSLER – Arno FISCHER – André GELPKE – Nan GOLDIN – Andreas GURSKY – Wilhelm HAMMERSCHMIDT – Franz HANFSTAENGEL – Volker HEDEMANN – Paul HEISMANN – Wilhelm HELFER – Marta HOEPFFNER – Candida HÖFER – Wilhelm HÜMMER – Lotte JACOBI – Grit KALLIN-FISCHER – Gertrude KÄSEBIER – Peter KEETMANN – Otto KRAFT – Heinrich KÜHN – Margaret LANGDON – Helmar LERSKI – Peter LINDBERGH – Maurice LOEWY und Pierre Henri PUISEUX – Joel MEYEROWITZ – Ryuji MIYAMOTO – Lucia MOHOLY – László MOHOLY-NAGY – Eadweard MUYBRIDGE – Helmut NEWTON – Nicolas NIXON – Kurt PANZERBIETER – Helga PARIS – Man RAY – Albert RENGER-PATZSCH – Heinrich RIEBESEHL – Leni RIEFENSTAHLRINGL+PIT – Alexander RODTSCHENKO – Franz ROH – Tata RONKHOLZ – Joe ROSENTHAL – August SANDER – Otto SCHMIDT – Karl Hugo SCHMÖLZ – Sam SHERE – Stephen SHORE – Neal SLAVIN – Giorgio SOMMER – Lotte STAM-BEESE – Ferdinand RITTER VON STAUDEBNHEIM – Otto STEINERT – Julius STINDE – Sasha STONE – Marianne STROBL – William Henry FOX TALBOT – Georg TRUMPUMBO – Nick ÚTVKhUTEMAS Workshops – Edward WESTON – Christopher WILLIAMS – Ludwig WINDSTOSSER – Willy ZIELKE – Piet ZWART

Gefördert wird die Ausstellung von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie der Stiftung Van Meeteren. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Distanz Verlag ein Katalog mit einem Vorwort von Felix Krämer und Texten von Linda Conze, Janos Frecot und Thomas Weski.

17 KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN HEBEN IN PERSÖNLICHEN KURZTEXTEN IM KATALOG EINZELNE WERKE DER SAMMLUNG BESONDERS HERVOR: Felix KRÄMER – Sebastian RIEMER – Steffen SIEGEL – Mareike FOECKING – Annette KICKEN – Florian EBNER – Alex GREIN – Kay HEYMER – Dedo von KERSSENBROCK-KROSIGK – Gunda LUYKEN – Talisa LALLAI – Ulrich POHLMANN – Sophie-Marie SÜMMERMANN – Andreas LANGFELD – Felicity KORN – Anja SCHÜRMANN – Martina DOBBE

Noch mehr?

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des Museum KUNSTPALAST

Einen vollständigen Überblick über die angekaufte Fotosammlung erhalten Sie mithilfe des Suchbegriffs „Kicken“ online hier

Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN


UNTOLD STORIES – PETER LINDBERGH

Der KUNSTPALAST in Düsseldorf zeigt über 140 Fotografien des Anfang September 2019 verstorbenen Fotografen – bis zum 1. Juni 2020

PETER LINDBERGH – Untold Stories, Kunstpalast Düsseldorf, Ausstellungsansicht © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Die Ausstellung Untold Stories ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Der 1944 geborene und in Duisburg aufgewachsene Fotograf hat zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis heute ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein.

Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie in Ausstellungen gezeigt; andere wurden von Zeitschriften wie Vogue, Harper’s Bazaar, Interview, Rolling Stone, W Magazine oder dem Wall Street Journal in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Nicht die Mode, sondern der porträtierte Mensch steht in Lindberghs Bildern im Vordergrund. Mit seinen Werken ist es ihm gelungen, den unmittelbaren Kontext von Modefotografie und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren. Die Ausstellung besteht aus drei Teilen, die sich entlang einer Chronologie bewegen. Zwei großformatige Installationen rahmen den Rundgang und eröffnen überraschende Perspektiven auf Lindberghs Schaffen. Untold Stories ist eine besondere Hinterlassenschaft des im September 2019 verstorbenen Peter Lindbergh und zugleich sein persönliches Statement zur Modefotografie.

Die Ausstellung wird organisiert vom Kunstpalast Düsseldorf in Kooperation mit dem Peter Lindbergh Studio, Paris.

In Lindberghs Bildern steht das Interesse am Menschen im Vordergrund. mit seinen Werken ist es ihm gelungen, den unmittelbaren Kontext von Modefotografie und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Fotos in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken. Ziel der Präsentation ist es, die Fotos zu öffnen für andere Lesarten und Perspektiven.“, betonte Lindberg im Gespräch. „Allerdings geht es mir nicht darum zu sagen, dass meine Bilder keien Modefotografien seien, denn das wäre auch falsch. Ich bestehe auf der Definition ´Modefotografie`, weil für mich dieser Begriff nicht bedeutet, dass man Mode abbilden muss – die Fotografie ist viel größer als die Mode selbst, sie ist Bestandteil der Gegenwartskultur.“

PETER LINDBERGH – Untold Stories, Kunstpalast Düsseldorf, Videoarbeit „Testament“ © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des KUNSTPALAST.

Weitere Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs in dem Album BEGEGNUNGEN


KUNSTPALAST DÜSSELDORF

Das Museum startet das Ausstellungsjahr 2020

Kunstpalast Düsseldorf, Eingang Ausstellungen © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Verrückt nach Angelika Kauffmann (30. Januar bis 24. Mai 2020)

Peter Lindbergh: Untold Stories (5. Februar bis 1. Juni 2020)

Sichtweisen. Die neue Sammlung Fotografie (19. Februar bis 17. Mai 2020)

Kunstpalast Düsseldorf, Pressekonferenz mit Generaldirektor Felix Krämer und Oberbürgermeister Thomas Geisel © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Das Museum startet im Januar mit der Ausstellung „Verrückt nach ANGELIKA KAUFFMANN – Künstlerin, Powerfrau, Influencerin“

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und welt-gewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfind-samkeit. Von den etwa 100 ausgestellten Werken – darunter Gemälde, Grafiken und Skulpturen – sind etliche erstmals öffentlich zu sehen.

Schon in jungen Jahren wurde die gebürtige Schweizerin als Wunderkind gefeiert; ihren Durchbruch erlangte sie in London. Protegiert vom englischen Hof setzte sie sich bald in der englischen Kunstszene als gefragte Porträtistin und Historienmalerin durch und erhielt schließlich aus ganz Europa Aufträge. Viele ihrer Werke prägten die Kunst und Mode ihrer Zeit und lösten einen regelrechten Kauffmann-Kult aus.

 Vom 25. Juni bis 20. September 2020 wird die Ausstellung in der Royal Academy of Arts, London, gezeigt.

Alle Informationen über das Jahresprogramm des KUNSTPALAST DÜSSELDORF finden Sie hier.

Sehen Sie weitere Fotografien von meinen BEGEGNUNGEN in den Schubladen meines Archivs. k.e


SURVIVORS – Faces of Life after the Holocaust

Eine Ausstellung mit Portraitfotografien von MARTIN SCHOELLER

SURVIVORS – 75 Portraits von Überlebenden, Fotografiert von Martin Schoeller, Zeche Zollverein Essen © 2019 k.enderlein FOTOGRAFIE

Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eröffnen am 21. Januar 2020 die Ausstellung „SURVIVORS. Faces of Life after the Holocaust“ auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Zu sehen sind 75 eindringliche Portraits von Überlebenden des Holocaust, fotografiert von Martin Schoeller. Der international renommierte Fotograf hat sich für dieses Erinnerungs-Projekt mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und dessen deutschem Freundeskreis sowie der Stiftung für Kunst und Kultur zusammengeschlossen. Die Portraits sind weltweit erstmalig ab dem 22. Januar 2020 auf Zollverein zu sehen. Weitere Stationen sind geplant.

Menschlichkeit und Würde bewahren unter unmenschlichen Bedingungen: 
Diese Erfahrung steht hinter den überlebensgroßen Nahaufnahmen der 75 Überlebenden. Entstanden sind die Bilder in Jerusalem, in Yad Vashem, wo Schoeller die Portraitierten besucht und sich für die Aufnahmen sehr viel Zeit genommen hat. “Ich bin in Deutschland aufgewachsen”, so Martin Schoeller, der seit langem in New York lebt. „In der Schule haben wir ständig über den Holocaust gesprochen. Ich bin mit dem Gefühl groß geworden, dass eine unglaubliche Schuld auf uns liegt, das hat mich die eigene Identität immer wieder hinterfragen lassen. Wie konnten Menschen aus meinem eigenen Land solche unfassbaren Verbrechen begehen? Es ist erschreckend zu sehen, wie sich der Antisemitismus momentan in Europa und anderswo erneut Bahn bricht. Mehr denn je verspüre ich daher eine große Verantwortung, gegen Antisemitismus anzugehen, wo immer ich ihn erlebe, und dazu beizutragen, dass es nie wieder so etwas wie den Holocaust geben wird. Wir sind verantwortlich für unsere Geschichte. Und ich glaube, dass wir nur dann als Menschen vorankommen können, wenn wir bereit sind, aus der Geschichte zu lernen.“

SURVIVORS – 75 Portraits von Überlebenden, Fotografiert von Martin Schoeller, Zeche Zollverein Essen, Kai Diekmann (links) und Martin Schoeller © 2019 k.enderlein FOTOGRAFIE

Der Blick in diese vom Leben gezeichneten Gesichter ist heute und für künftige Generationen von besonderer Bedeutung: Die Portraitierten gehören zu den letzten noch lebenden Augenzeugen. Schoellers unverstellte Fotografien sind bleibende Zeugnisse persönlicher und kollektiver Geschichte und vermitteln das Grauen des Holocaust jenseits von Worten.

Kai Diekmann, Vorsitzender des deutschen Freundeskreises von Yad Vashem, unterstreicht die Bedeutung der Fotografien für die Vermittlung der Geschichte(n) der Überlebenden: „Jede der Fotografien sagt mehr, als es Worte je vermögen. Jeder der von nahem und überlebensgroß gezeigten Gesichtszüge trägt ein Stück persönlicher und kollektiver Geschichte in sich. Ihre Gesichter beobachten uns. Ihr Blick fesselt uns. Die Furchen der Gesichter sind Zeichen des durchlebten Grauens und zugleich des Triumphs, sich ein neues Leben aufgebaut zu haben. Jede Fotografie spricht zu unserem Herzen – und öffnet ein Tor zu dem überwältigenden Vermächtnis der Opfer und Überlebenden.“

Ort der Ausstellung: UNESCO-Welterbe Zollverein – Areal C (Kokerei) | Mischanlage (C70), Arendahls Wiese, 45141 Essen, noch bis zum 26.04.2020

Weitere Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs in dem Album BEGEGNUNGEN

Alle Infos zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite der Zeche Zollverein