
ICH ZEICHNE MIT LICHT


Rund 140 noch nie in Deutschland gezeigte Werke in der Kunstsammlung NRW im K20 in Düsseldorf – 12.10.2019 – 1.3.2020


Edvard Munch (1863–1944) gehört zu den bedeutendsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts. Er war ein Wegbereiter des Expressionismus und einzigartig in seinen stilistischen und technischen Erfindungen im Bereich der Druckgrafik. Zu seinen wichtigsten Schöpfungen gehören weltweit bekannte Bilder wie „Der Schrei“ oder „Das kranke Kind“ – Werke, die der Norweger ab den 1880er Jahren schuf. Nach längeren Aufenthalten in Paris und Berlin zog sich Munch ab 1909 nach Oslo zurück. Von diesem Zeitpunkt an entstanden winterliche Landschaften, Blumengärten und lebensgroße Porträts voll überraschender Heiterkeit.
Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren. Er gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiografischen Projektes „Min Kamp“ wurden weltweit zur Sensation und setzten neue literarische Maßstäbe. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Jerusalem-Preis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft. Im selben Jahr wurde ihm auch der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur verliehen. Karl Ove Knausgård lebt mit seiner Familie in London.
Mit rund 140 selten oder noch nie in Deutschland gezeigten Werken präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 einen „unbekannten“ Edvard Munch. Ausgewählt hat die Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen Karl Ove Knausgård. Der international gefeierte Schriftsteller, Norweger wie Munch, erlangte Weltruhm mit seinem sechsbändigen autobiografischen Roman, der in über dreißig Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt wurde. Sein sehr persönlicher Blick eröffnet eine frische Perspektive auf den wohl bedeutendsten Künstler der skandinavischen Avantgarde um 1900 und legt dar, wie aktuell Munchs Beschäftigung mit der Einbettung des Individuums in die Gesellschaft auch heute noch ist.
„Die Ausstellung mit Werken eines historischen Künstlers folgt dem Leitgedanken der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, unter neuen Blickwinkeln Erkenntnisse für die Schwerpunkte unserer Sammlung zu gewinnen“, erklärt Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, und begründet ihr besonderes Interesse an diesem Projekt damit: „Die europäische Moderne des frühen 20. Jahrhunderts ist das Herzstück unserer Sammlung und es ist uns ein Anliegen, mit unseren Ausstellungen und Programmen diesen wertvollen Bestand in einen Reflexionsprozess einzubinden“.

Knausgård erkundet die Innenwelt des Malers und spürt den künstlerischen Überlegungen nach, die Munch beschäftigten. Dem subjektiven Zugang des Autors folgend gliedert sich die Ausstellung in vier Themenbereiche: „Licht und Landschaft“ präsentiert Küsten und Gärten, aber auch Szenen mit Menschen bei der Arbeit auf dem Feld. Es folgt „Der Wald“ mit Ansichten von Bäumen und Feldern – einer Natur, die die Oberhand über das menschliche Handeln gewinnt. „Chaos und Kraft“ gewährt Einblick in die emotionalen und psychischen Triebkräfte der Malerei Munchs und dessen Ringen um jedes Werk. Nach dieser Konzentration auf das Innere bilden den Abschluss „Die Anderen“ – Bildnisse von Freunden und Gefährten, an denen abzulesen ist, wie das Individuum die Kontrolle über die Wirklichkeit zurückerlangt.

„Für die Ausstellung durchforstete Knausgård die Sammlungsmagazine im Munch Museum auf der Jagd nach Werken, die Munch in neuem Licht erscheinen lassen“, beschreibt Stein Olav Henrichsen, Direktor des Munch Museums in Oslo, das Entstehen der Ausstellung im Herbst 2017 ebendort. Gemeinsam mit Karl Ove Knausgård konnte die Ausstellung in Düsseldorf um einige wichtige Bilder erweitert werden. Mit „Edvard Munch – gesehen von Karl Ove Knausgård“ ist es gelungen, eine neue Perspektive auf einen der bedeutendsten Künstler an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu eröffnen.
Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archives im Ordner BEGEGNUNGEN
Mehr Informationen über die Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite der KUNSTSAMMLUNG

unseen ist eine internationale Plattform, die sich der zeitgenössischen Fotografie widmet. unseen konzentriert sich auf das Neue in der internationalen Kunstszene und entdeckt und präsentiert Kunstwerke von aufstrebenden Künstlern und hilft dabei, deren Praxis zu entwickeln. Ebenso werden die neuesten Arbeiten von etablierten Künstlern präsentiert. Der Schwerpunkt der Fotoschau in Amsterdam liegt auf künstlerischen Interpretationen mit dem Medium Fotografie.
unseen schafft einen einzigartigen Raum für den Austausch von Ideen und Wissen, das Hören verschiedener Stimmen, die Sensibilisierung für die brennenden Themen von heute und die Erweiterung der internationalen Gemeinschaft. Kommunikative Peripherie-Veranstaltungen im Umfeld der Messe laden zum sehen, erleben und diskutieren.
Alle Informationen zu der Amsterdamer Foto-Schau finden Sie hier.

Die BEATLES? – Ja, auch diese Anzüge der noch jungen Popgruppe sind nach Entwürfen von Pierre Cardin geschneidert. Und das waren lange nicht die ersten Kleider, die den umtriebigen Couturier, Designer und Pionier des Prèt-à-porter berühmt machten. Bereits 1950 gründete Pierre Cardin (*1922 in Italien) sein eigenes Modelabel. Jetzt widmet der Kunstpalast dem französischen Modeschöpfer die erste umfangreiche Ausstellung in Deutschland. Mehr als 80 Haute-Couture-Kleider und Accessoires für Damen und Herren sowie Fotos und Filmmaterial geben einen faszinierenden Einblick in Cardins kreativen Kosmos.
Nach der Autoschau im letzten Jahr unterstreicht der Kunstpalast mit einer Art Modenschau nun einmal mehr seinen Anspruch, den klassischen Kunstbegriff um einige Facetten zu erweitern. Und das in Düsseldorf, hoffentlich nie Autostadt, sondern eher Medien- und Modestadt, und mit der dazu gehörigen Königsallee. Das passt doch.

„Mit dieser Mode-Ausstellung widmet sich der Kunstpalast im Kontext seiner Sammlung Angewandte Kunst abermals einem Projekt, das für einen erweiterten Kunst- und Designbegriff steht.“, betont Felix Krämer. „Zudem verstehen wir die in der international bekannten Modestadt Düsseldorf präsentierte Schau als eine Verbeugung gegenüber dem bis heuten aktiven 97-jährigen Modeschöpfer.“

„Cardin, der mit seiner geometrisierenden Formensprache eine unverwechselbare Ästhetik geschaffen hat, zeichnet wenig und kreiert seine skulptural anmutende Mode meist am Modell.“, hebt die Kuratorin Barbara Til hervor. „Er arbeitet geradezu plastisch, wie ein Bildhauer, mit einer direkt am Körper entwickelten und dem verwendeten Stoff gemäßen Schnittführung.“
„Cardins Mode verschafft Frauen, aber auch Männern in einer Zeit der politischen und sexuellen Umwälzungen große modische Freiheiten“, so Kuratorin Maria Zinser. „Mit Looks aus Minirock, flachen Stiefeln und helmartigem Hut kreiert er eine Mode des Protests: jung, sexy und mutig zugleich.“

„Pierre Cardin sieht seine Mode als Kunst am Körper, in der sich die Person wohl fühlen muss. Dabei spielt die Wahl der Materialien eine untergeordnete Rolle.“, zitiert Rodrigo Basilicati Cardin seinen Onkel. Cardin kombiniere oft sehr leichte synthetische Materialien mit festen wollenen Stoffen.

Die Ahlers AG, Linzennehmerin seit 27 Jahren, fertigt eine umfangreiche Herrenkonfektion nach Absprache mit dem Pariser Haus Cardin zu durchaus erschwinglichen Preisen. Bei dem Erwerb eines Pierre Cardin handgenähten Haute-Couture-Kleides auf der Rue du Faubourg Saint-Honoré 59 in Paris muss man dagegen mit fünfstelligen Euro-Beträgen rechnen. Da empfiehlt sich zunächst ein Besuch im Kunstpalast, der ein unvergleichliches Seherlebnis der Haute-Couture liefert – für vergleichsweise kleines Eintrittsgeld.
Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Zuhause-Seite des KUNSTPALAST.

„Es ist unglaublich wichtig, hochwertige Kunstveranstaltungen in Düsseldorf auch live in der Stadt erlebbar zu machen und die Düsseldorfer ganz gezielt abzuholen. Düsseldorf als Kunst- und Medienstadt ist dafür absolut prädestiniert, besonders mit ihrer exponiertesten und international bekannten Straße, der Königsallee.“ So interpretiert Wolfgang Sohn seine Aktion, anlässlich der Präsentation der sechsten Düsseldorfer PHOTO POPUP FAIR vor der Presse, ausgewählte Exponate von Models über die Königsallee zum Veranstaltungsort im Stilwerk tragen zu lassen. Dieses Guerilla-Marketing steht auch für die unkonventionelle Vermarktungsstrategie der Veranstalter.

PARIS PHOTO in Paris, photobasel in Basel, unseen in Amsterdam, FOTO WIEN in Wien, photo london in London, PHOTOFAIRS in Shanghai, photo Kyiv in der Ukraine, PHOTOLA in Santa Monica, CA, seien hier nur beispielsweise genannt für die neuen großen Foto-Präsentationen, die mittlerweile alljährlich weltweit für das jahrhunderte alte Medium Fotografie einen Marktplatz bieten. Was die Capitals in aller Welt leisten, schafft die PHOTO POPUP FAIR in Düsseldorf, initiiert vom Gründer Wolfgang Sohn, so langsam auch. Sie ist vielleicht noch nicht so groß wie ihre Schwester-Veranstaltungen, aber angepasst an die veränderten Ansprüche visueller Medien, wird auch die Messe in der NRW-Landeshauptstadt durchaus noch wachsen wollen. Die momentan überschaubare Größe der Veranstaltung hat außerdem den Scharm, die zahlreichen Exponate internationaler Fotokünstler und Fotografen zentral auf 2000 qm unter einem Dach präsentieren zu können.
Und das passiert ab dem 8. November 2019 in den großzügigen Räumen des Stilwerk. Zahlreiche zusätzliche Einzelveranstaltungen rahmen das Seherlebnis ein. Detailinformationen gibt es hier.
Alle Fotos der Pressekonferenz zur Ausstellung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN.
UTOPIE UND UNTERGANG – Ausstellung im Kunstpalast in Düsseldorf

„Als Museum mit Bildungsauftrag hat der Kunstpalast die Pflicht, Impulse für das Nachdenken über unsere gesamtdeutsche Kunstgeschichte zu geben, um damit eine Diskussion über die vielfach unbekannte junge Vergangenheit im Kunstbetrieb der DDR zu erwirken.“ So interpretiert Felix Krämer, Generaldirektor Museum Kunstpalast, die aktuelle Ausstellung „UTOPIE UND UNTERGANG – Kunst in der DDR“, die noch bis zum 5. Januar 2020 in Düsseldorf zu sehen ist.
Diesen Anspruch mag auch das Bundespräsidialamt in Berlin überzeugt haben, weshalb die Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht.

„30 Jahre nach der Friedlichen Revolution mit dem Fall der Mauer und der Grenzen innerhalb Deutschlands wird die Ausstellung einen wesentlichen Beitrag leisten zu einem vertieften Verständnis zwischen Ost und West.“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem Grußwort für den Ausstellungskatalog. „Es gilt einen neuen, gerechten Blick auf die Kunst der DDR zu werfen, es gilt auch einen selbstkritischen Blick auf die westdeutsche Aufnahme dieser Kunst zu werfen. Für beides sollten wir Betrachter zuallererst eine große Neugier mitbringen. Dann werden uns neue und überraschende Kenntnisse geschenkt werden.“
Einen Überraschungseffekt, eine bisher nicht gekannte Sehweise der DDR-Kunst für sich entdecken können, erhoffen sich auch der Kurator Steffen Krautzig und Generaldirektor Felix Kämer nicht nur bei den nach 1989 geborenen BesucherInnen, sondern auch bei den MitarbeiterInnen von Kultur- und Bildungsinstitutionen, die die gezeigten mehr als 130 Werke für eine kunstgeschichtliche gesamtdeutsche Betrachtungweise nutzen können.
Wir sehen in der Ausstellung im Kunstpalast Arbeiten von den Nachkriegsjahren bis zum Mauerfall von Gerhard Altenbourg (1926–1989), Carlfriedrich Claus (1930–1998), Hermann Glöckner (1889–1987), Angela Hampel (*1956), Bernhard Heisig (1925–2011), Wilhelm Lachnit (1899–1962), Wolfgang Mattheuer (1927–2004), Michael Morgner (*1942), A.R. Penck (1939–2017), Cornelia Schleime (*1953), Willi Sitte (1921–2013), Werner Tübke (1929–2004) und Elisabeth Voigt (1893–1977).
– Die Veröffentlichungsfreigabe der hier bisher gezeigten Reproduktionen der Werke ist leider abgelaufen. k.e –
Die drei noch lebenden vertretenen KünstelerInnen leben und arbeiten noch heute in den neuen Ländern.

„Sie nahmen mir die Freiheit zur Kunst, deshalb habe ich mich völlig entblößt. Ich machte mich nackt, weil man mich auch nackt machte. Die DDR ließ nichts von mir übrig.“ so die Künstlerin in einem Gespräch 2016 mit Oliver Koerner von Gustdorf. (Hier das ganze Interview.)
„In der Ausstellung wird sichtbar, dass Kategorisierungen wie systemkonforme ,Staatskunst‘ und nonkonforme Untergrundkunst zu kurz greifen.“, hebt der Kurator Steffen Krautzig hervor. „Mit dem Untergang der DDR verloren die damals entstandenen Kunstwerke ihre politischen Funktionen – auch die Werke, die sich bewusst von politischen Vereinnahmungen abgrenzten. Schon immer haben sich in der Kunstgeschichte Funktionen und Bedeutungen gewandelt. Wir wollen mit unserer Schau – ohne Entstehungszusammenhänge und kulturpolitische Hintergründe zu verschweigen – die Kunstwerke in den Mittelpunkt rücken und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart vorstellen.“
Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung im Kunstpalast finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN.
Weitere Informationen zu der Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des KUNSTPALAST.


„Nur wenige Fotografen zu irgendeinem Zeitpunkt und an irgendeinem Ort haben Sally Manns Beständigkeit des einfachen Sehvermögens, ihre ruhige technische Brillanz und die klar kommunizierte Beredsamkeit, die sie von ihren menschlichen und anderen Subjekten bezieht, erreicht – Subjekte, die mit einer Leidenschaft beobachtet werden, die von der Liebe kaum zu unterscheiden ist.“ Reynolds Preis, TIME

Das Jeu de Paume in Paris befindet sich im Jardin des Tuileries, nur wenige Schritte vom Place de la Concorde entfernt und ist ein Ort, der sich Fotografie, Video, Kunst- und Autorenfilm und neuen Technologien widmet. Bis zum 22. September 2019 zeigt das Museum die Retrospektive der amerikanischen Fotografin Sally Mann (*1. Mai 1951 in Lexington, Virginia, USA).
Seit mehr als vierzig Jahren produziert Sally Mann experimentelle Fotografien von eindringlicher Schönheit, die die wesentlichen Themen des Lebens erforschen: Erinnerung, Begehren, Tod, familiäre Bindungen und die meisterhafte Gleichgültigkeit der Natur gegenüber Männern. Die Einheit dieses riesigen Korpus – Porträts, Stillleben, Landschaften und verschiedene Studien – basiert auf der Erinnerung an einen Ort, den Süden der Vereinigten Staaten.
Sally Mann hat vor langer Zeit darüber geschrieben, was es bedeutet, im Süden der Vereinigten Staaten zu leben. Basierend auf einer tiefen Liebe zu ihrer Heimat und einer guten Kenntnis ihres komplexen historischen Erbes wirft sie starke und herausfordernde Fragen zu Geschichte, Identität, Rasse und Religion auf, die über geografische und nationale Grenzen hinweggehen. Die Ausstellung, die erste große Retrospektive der renommierten Künstlerin, beschäftigt sich damit, wie ihr Verhältnis zu ihrer Heimat ihr Werk geprägt hat.
Die Retrospektive, die in fünf Teilen organisiert ist und viele der Öffentlichkeit unbekannte oder unveröffentlichte Werke zeigt, ist sowohl ein Überblick über das Werk der Künstlerin über vier Jahrzehnte als auch eine detaillierte Analyse, wie sich das Erbe des Südens, sowohl Heimat als auch Friedhof, Zuflucht und Schlachtfeld, in seinem Werk als mächtige und beunruhigende Kraft herausstellt, die bis heute die Identität und Erfahrungen eines ganzen Landes prägt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Zuhause-Seite des Museums.
Das Musée d´Orsay in Paris zeigt die Impressionistin in einer umfangreichen Einzelausstellung noch bis zum 22. September 2019

Berthe Morisot (1841-1895) ist eine wichtige Figur des Impressionismus, die heute weit weniger bekannt ist als ihre männlichen Kollegen Monet, Degas oder Renoir. Sie war jedoch von Beginn an als einer der innovativsten Künstler der Gruppe anerkannt.
Sie ist eine der großen Damen des Impressionismus, neben Mary Cassatt und Marie Bracquemond. Berthe Morisot, ganz in der Nähe von Édouard Manet, dessen Modell und Freundin sie war, zeichnet sich durch ihre Vorliebe für Porträts, das Thema Kindheit und Mutterschaft, aus. Es war nicht einfach für eine Frau, sich in der Welt der modernen Kunst durchzusetzen. Obwohl sie zunächst kritisiert und verspottet wurde, unterstützt von ihrem Mann Eugène Manet, dem Bruder des Malers von „Mittagessen auf dem Rasen“, gab sie die Malerei nie auf und machte Julie, ihre Tochter, zu ihrem Lieblingsmodell.
Berthe Morisot wurde in Bourges als Tochter eines Präfekten geboren und stammt aus der Bourgeoisie. Ermutigt, ihre künstlerische Sensibilität zu entwickeln, bildete sie sich wie ihre Schwester Edma in der Kunst der Malerei aus. Beide stellten seit 1864 im Salon aus. Damals war es den Frauen verboten, die École des beaux-arts zu besuchen, und der junge Künstler trainierte nach den großen Meisterwerken des Louvre. Dort traf sie Édouard Manet, einen Künstler, der bereits berühmt und umstritten war. Berthe erhielt auch Unterricht von Jean-Baptiste Camille Corot.
Die junge Künstlerin begann als Landschaftsgärtnerin, bevor sie sich der Figur näherte, einem Thema, das sie in den 1870er Jahren behandelte. Unabhängig davon besuchte sie ein hochkarätiges künstlerisches Umfeld: Edgar Degas, Charles Cros, das Paar Manet, Mallarmé…. Berthe nutzte den Einfluss von Manet und diente ihm bei vielen Gelegenheiten als Modell. Ihre Bindung wurde durch Berthes Heirat mit Eugène, dem Bruder von Edouard Manet, im Jahr 1874 gestärkt.
1874 markiert die Geburt der impressionistischen Bewegung, zu der Berthe Morisot aktiv beitrug. Sie war die einzige Malerin in der berühmten impressionistischen Ausstellung bei Nadar in diesem Jahr. Morisots Palette zeichnete sich durch ihren weißen Geschmack aus, und ihre Berührung wurde im Dienste der intimen Subjekte entfernt. Dies war die Zeit ihrer persönlichen Entwicklung, obwohl sie mit Kritik konfrontiert war, die allen modernen Malern feindlich gesinnt war und sie für die Leere der Themen, die Art und Weise der Malerei und die Ablehnung des Akademismus verantwortlich machte.
1878 wurde Julie, die einzige Tochter des Paares, geboren. Sie wurde das Lieblingsmodell ihrer Mutter und lernte mit ihr zu malen. 1892 verschwand ihr Vater Eugene und der Dichter Mallarmé wurde zum Vormund des Mädchens. Für Berthe Morisot waren die 1890er Jahre eine Zeit des Schmerzes und der Krankheit, obwohl die Künstlerin als eine der großen Persönlichkeiten der impressionistischen Avantgarde galt. Sie starb 1895.
Mehr Informationen zur Ausstellung im Musée d´Orsay in Paris gibt es auf der Zuhause-Seite des Museums.

Die digitale Ausstellung im Atelier des Lumières in der Rue Saint Maur in Paris lässt die Besucher in die Gemälde von Vincent van Gogh (1853-1890) eintauchen, einem Genie, das zu seinen Lebzeiten nicht anerkannt wurde und die Malerei verändert hat. Diese neue visuelle und musikalische Produktion, die auf die gesamte Fläche des Ateliers projiziert wird, zeichnet das intensive Leben des Künstlers nach, der in den letzten zehn Jahren seines Lebens mehr als 2.000 Bilder gemalt hat, die sich heute in Sammlungen auf der ganzen Welt befinden.
Die Ausstellung untersucht van Goghs zahlreiche Werke, die sich im Laufe der Jahre radikal weiterentwickelt haben, von den „Kartoffelessern“ (1885), „Zwölf Sonnenblumen in einer Vase“ (1888) und „Sternenhimmel“ (1889) bis hin zu „Schlafzimmer in Arles“ (1889). Das Atelier des Lumières hebt die ausdrucksstarken und kraftvollen Pinselstriche des niederländischen Malers hervor und wird von den kräftigen Farben seiner einzigartigen Gemälde beleuchtet. Warme Farbtöne weichen düsteren Farben. Die eindringliche Ausstellung erinnert an van Goghs hoch emotionale, chaotische und poetische Innenwelt und unterstreicht das ständige Wechselspiel von Licht und Schatten.
Die thematische Route zeichnet die Lebensabschnitte des Künstlers und seine Aufenthalte in Neunen, Arles, Paris, Saint-Rémy-de-Provence und Auvers-sur-Oise nach. Die Besucher werden in das Herz seiner Werke entführt, von den frühen bis zu den reifen Jahren, von seinen sonnigen Landschaften und Nachtlandschaften bis zu seinen Porträts und Stillleben.
Ergänzt wird dies durch ein neues Lehrmittel im Inneren des Tanks im Zentrum des Ateliers: Eine Auswahl der berühmten Gemälde van Goghs ist in ihrer Gesamtheit vertreten und wird von Kommentaren über sein Werk und das Museum, in dem es ausgestellt ist, begleitet.
Das visuelle und musikalische Werk von Culturespaces unter der Leitung von Gianfranco Iannuzzi, Renato Gatto und Massimiliano Siccardi hebt den farblichen Reichtum seiner Palette hervor, ebenso wie die Kraft seiner Zeichnungen und seine Verwendung von Impasto.
Zu sehen ist die multimediale Installation noch bis zum 31. Dezember 2019.
Cornelia Ganitta hat auf ihrer Internet-Seite artbenelux.de einen wunderbaren Bericht über die Präsentation in Paris geschrieben.
Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es hier, auf der Zuhause-Seite von Atelier des Lumières.
Mein Bildbericht der Ausstellungsvorbesichtigung

Der Kunstpalast zeigt mit etwa 40 Gemälden und Arbeiten auf Papier die erste Museumsausstellung von Norbert Tadeusz (1940–2011) in Düsseldorf seit 1991. Der gebürtige Dortmunder studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und nahm mit seinem figurativen, sehr körperlichen Malstil schnell eine Sonderstellung ein, die sich von den konzeptuell, minimalistisch oder abstrakt ausgerichteten Arbeiten von Kommilitonen wie Imi Knoebel, Blinky Palermo, Reiner Ruthenbeck oder Katharina Sieverding deutlich abhob. Die Figur im Raum sollte zu seinem zentralen Thema werden. „Ich male, was ich gesehen habe“, war sein häufig zitiertes Credo.

„Mit dieser Präsentation bringen wir dem Publikum einen der wichtigsten figurativen Maler seiner Generation in Erinnerung.“, betont Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. „Tadeusz´ ebenso virtuose wie provokante Bilder haben nichts von ihrer Brisanz eingebüßt.“

„Mit seiner Malerei markierte Tadeusz im Vergleich zu den während seines Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie vorherrschenden konzeptuell, minimalistisch oder abstrakt ausgerichteten Arbeiten schnell einen eigenständigen Stil.“, unterstreicht Kay Heymer. „In seiner figurativen Malerei hat er sich mit zeitgenössischen formalen Fragen auseinandergesetzt, blieb dabei aber immer beeinflusst von archaischen Vorstellungen.“
Folgestation der Ausstellung ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster (8.5.2020 bis 2.8.2020)

Alle Bilder der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN
Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des KUNSTPALAST


„Bösartige, heruntergekommene, geschundene, betrügerische Stadt! Du hast mir geholfen.“ Michel Butor (französicher Schriftsteller, *September 1926 †August 2016)
„In Paris herumstreifen – anbetungswürdiges und köstliches Dasein. Flanieren ist eine Wissenschaft, ist die Feinschmeckerei des Auges. Spazierengehen ist vegetieren, flanieren heißt leben.“ Charles Baudelaire (französicher Schriftsteller, *April 1862 †August 1867)
„Der Pariser hat die Fähigkeit, sich mit allem eifrigst zu beschäftigen, aber nur drei Tage lang. Am vierten gilt es als taktlos, noch einmal davon anzufangen.“ Stendahl (französicher Schriftsteller, *Januar 1783 †März 1843)
„Was den Parisern fremd ist, kommt ihnen lächerlich vor. Ich gestehe, ich kann diese Begeisterung für ihre eigenen Sitten nich in Übereinstimmung bringen mit ihrer Gabe, sie alle Tage auszuwechseln.“ Michel de Montaigne (französicher Philosoph, *Februar 1533 †September 1592)
„Paris ist schwer. Eine Galeere. Ich kann nicht sagen, wie unsympathisch mir hier alles ist, mit welcher Ablehnung ich hier herumgehe. Die Gasse begann von allen Seiten zu riechen. Es roch, soviel sich unterscheiden ließ, nach Jodoform, nach dem Fett der Pommes frites, nach Angst. Alle Städte riechen im Sommer.“ Rainer Maria Rilke (deutscher Dichter, *Dezember 1875 †Dezember 1926)
„Es ist verrückt, daß die Kleider der großen Modemacher so viel kosten. Da könnte man wirklich zum Kommunisten werden.“ Brigitte Bardot (französiche Filmschauspielerin und Sängerin, *1934 in Paris)
„Jeder, der es riskiert hierherzukommen, sollte sich also sagen, daß er sich nicht auf Rosen bettet. Was sich hier erreichen läßt, das ist der Fortschritt, und was zum Teufel das auch sein mag, der ist hier zu finden.“ Vincent van Gogh (holländischer Maler, *März 1853 †Juli 1890)
Auch Karl Lagerfeld war Paris. Ich träume oft von dieser Stadt. Mal ehrlich, Paris ist doch immer eine Reise wert. ke
Mehr meiner Bildberichte aus der französischen Metropole finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album REISEBILDER.
William Egglestone (* 27. Juli 1939 in Memphis, Tennessee) ist achtzig geworden.

Freddy Langer, als Redakteur im Feuilleton der F.A.Z. zuständig für das „Reiseblatt“, würdigte die Arbeit des Fotografen William Egglestone in einem schönen Bericht in seiner Hauszeitung.
Hier ist die Zuhause-Seite des US-amerikanischen Fotografen.
25. Juli 2019 – Eiszeit – wenn nicht jetzt, wann dann?

19.7. bis 10.11.19 – NRW FORUM DÜSSELDORF

Ein Geschichtenerzähler, der das mit seiner Kamera tut, heißt neudeutsch „Visual Storyteller“. Schafft man es, eine ganze Geschichte in einem einzigen Foto zu erzählen, ist dieses Bild eine One Picture Story. Der britische Fotograf Martin Parr (*1952 in Epsom, Surrey) bedient diese Genre seit den 1970er Jahren – und damals hätte man ihn noch Bildberichterstatter, Lichtbildner oder Reportagefotograf genannt. Unter den FotografInnen seiner Zeit war er ein Dokumentarfotograf, ein Chronist. Und das ist er bis heute, wie seine jüngste Arbeit mit dem Titel „KLEINGÄRTNER“ zeigt, die er mit dem Kurator Ralph Goertz in Düsseldorfer Kleingartensiedlungen im Laufe des letzten Jahres visualisiert hat.

Mit typisch britischem Humor karikiert er die Menschen in ihrem persönlichen Umfeld, zumeist bunt und schrill und häufig unwiderstehlich intim. Dabei inszeniert er seine Protagonisten aber immer höflich und liebevoll, und das sieht man den Bildern auch an. Er zeichnet mit seiner Kamera keine kritischen Szenarien, er überlässt es uns BetrachterInnen, seine Geschichten weiter und zu Ende zu denken.

Neben vieler seiner bekannten Farbmotive zeigt die Ausstellung im NRW FORUM auch Parrs frühen Arbeiten aus den 1970er Jahren in kontrastreichem schwarz und weiß. Schon damals beherrschte Parr die Kunst, den Blitz an der Kamera als Aufhelllicht für die bildwichtigen Teile im Motiv dezent aber wirksam einzusetzen. Heute arbeitet Parr gerne mit einem Ringblitz ums Objektiv.











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Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des NRW FORUM
k.e Der Jazz-Musiker Till Brönner (*1971 in Viersen) bespielt das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg mit seiner Fotografie (noch bis 6. Oktober 2019).

Als Jazz-Musiker gilt Till Brönner schon lange als Nr. 1 in Deutschland und als einer der ganz Großen in der Welt. Seine Sensibilität und seine Krativität als Musiker hat er wohl ohne große Schwierigkeiten auf die Fotografie übertragen können. Vor etwa acht Jahren hat er angefangen neben seinem tagesfüllenden Hauptberuf, neben täglichen Übungen mit der Trompete, neben Konzerten und vielen Reisen, auf seinen internationalen Tourneestationen eine Kamera in die Hand zu nehmen. Seine Motive waren die Portraits anderer KünstlerInnen in seinem Umfeld. Hier half ihm die intime Nähe zu seinen KollegInnen, die seine Portraits stark wirken ließen. Und so gab es bereit 2014 einen opulenten Bilderkatalog beim teNeues-Verlag unter dem Titel „Faces of Talent“.



Mittlerweile bestens mit der Kamera vertraut ließ sich Brönner dann vor etwa zwei Jahren auf ein Projekt ein, das ihm für musikalische Arbeit wenig Zeit ließ. Die Idee dieses Projektes stamme ursprünglich von Bodo Hombach (*1953 in Mülheim an der Ruhr), in dessen Funktion als Vorstandsmitglied der Brost-Stiftung. So weiß es Walter Smerling (Direktor Museum Küppersmühle) zu berichten.

Mit der niederrheinischen (Un-)Voreingenommenheit des gebürtigen Vierseners reiste Brönner seit Ende 2018 bis kurz vor den geplanten Ausstellungstermin im Juni 2019 mit der Kamera durch das ihm bis dahin unbekannte Revier. Zumeist in schwarz/weiß entstanden so Bildberichte unterschiedlichster fotografischer Genres: Landschaften, Industrie, jounalistische Reportagen, Abstraktionen und immer wieder auch Portraits – mal klassisch inszeniert, mal im Reportagestil.
TB: „Für mich hat es hier im Ruhrgebiet ‘gemenschelt’, und deshalb war klar, dass ich die Geschichte dieser Ausstellung weitgehendst über Menschen erzählen wollte.“

Beim Begehen der Ausstellungsräume des Museums Küppersmühle bekommt man schnell den Eindruck, die Retrospektive eines Lichtbildners aus den letzten zwanzig Jahren zu sehen. Vertraut man aber den Wandtexten, die die Entstehungsdaten ausschließlich aus den Jahren 2018 und 2019 ausweisen, so begreift man, mit welcher hoch konzentrierten Leidenschaft der Fotoautor Brönner in den wenigen Monaten das Ruhrgebiet begriffen hatte.

Wir sehen die Fotografien eines sensiblen und gewandten Formalästheten, der das Genre der Fotografie ebenso beherrscht, wie sein Musikinstrument. Nur leider findet man keine neuen Bilder aus dem Revier. Nicht nur die Bildsprache ist den vielen bekannten Bildern zahlreicher FotografInnenen ähnlich, die sich im Revier mit der Kamera kurzfristig ausgetobt haben oder das Umfeld langfristig beobachtet haben, weil sie dort leben. Es sind auch die immer wiederkehrenden Motive der Montan-Industrie, der Trinkhallen, mit und ohne Menschen, der Fußball- und Sporvereine, der medizinischen und sozialen Einrichtungen für versehrte Kinder aus den Krisenbgebieten dieser Welt – wir sehen eine Schönheitskönigin und die verschiedensten Gruppen von Menschen, die sich nach der Arbeit in Sport-, Karnevals-, Motorrad-, Fußball- und anderen Vereinen versammeln.


Nur die Menschen, die Protagonisten der Fotoserien, sind jetzt andere. Aber machen sie wirklich das charkteristische dieser Region aus? Oder findet man sie nicht überall auf der Welt? Dann drängt sich jedoch sofort die nächste Frage auf: Was ist denn dann das Alleinstellungsmerkmal des seit Jahrzenten sich verändernden Reviers, das sich lohnte, fotografisch umzusetzen?
Diese Antwort fällt nicht leicht – und so helfen auch die zum Teil aussagekräftigen Fotografien von Till Brönner leider nicht, das Revier neu zu sehen.
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Die Kunstakademie Düsseldorf zeigte die Abschlussarbeiten ihrer Studierenden vom 10. bis 14. Juli 2019

51 Studierende Stellten stellten ihre Abschlussarbeiten vor:
Laura Aberham, Israel Aten, Eliza Ballesteros, Yukie Laurentia Beheim, Joscha Bender, Louisa-Sophie Brüseke, Jana Buch, Vanessa Castra, Dana-Zoe Dittrich-Wamser, Benjamin Eberhardt, Bradley Aaron Emerson, Lisa-Maria Feike, Thimo Franke, Teye Gerbracht, Lukas Goersmeyer, Nicholas Brian Grafia, Manuel Gröger, Paulina Hoffmann, Soonho Jeong, Steve Joußen, Kaiso, Sarah Krischnick, Lisa Klinger, Annette Kössler, Lukrezia Krämer, Moritz Krauth, Aylin Leclaire, Eun-Hwa Lee, Jacob Madel, Oliver Meier, Filiz Özcelik, Richard Pothmann, Maximillian Sänger, Rosa Sarholz, Kai Schmidt, Lisa Seidel, Linjie Sheng, Maya Shirakawa, Christina Steffans, Arjan Stockhausen, Marie Sturm, Hiroki Tanaka, Fivos Theodosakis, Caner Teker, Tadashi Toyama, Georgi Vlahov, Robin Weuste, Samira Witt, Yi Wu, Yiy Zhang und Vera Zlatic.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Am letzten Tag war ich mit der Kamera dabei, traf viele junge, meist unvoreingenommene KünstlerInnen, die sich mit ihren Arbeiten in den großzügigen Räumlichkeiten der Akademie präsentierten. Für viele war es ihre erste kommerzielle Zeigung. Bekanntlich führen die ProfessorInnen ihre SchülerInnen mit dieser Veranstaltung auch an das „Kunstgeschäft“ heran. Ich würde mir eine solche Verkaufsausstellung lieber außerhalb einer Kunstschule wünschen, unabhängig davon, dass manche Preisvorstellungen der AutorInnen eher irritierten als zum Kauf motivierten. Im Hause einer Akademie wirken die Preise „mitgelernt“ und führen die Studierenden zwangsweise zu einem kommerziellen Verständnis ihrer Arbeit. „Draußen“ ist der Markt hart, dafür ungerecht, das lernen die jungen AbgängerInnen noch früh genug. Im Leben nach der Akademie ist dann hinlänglich Gelegenheit, den Marktwert einer Arbeit zu ermitteln, ob mit oder ohne professionelle Hilfe der Kaufleute in den Galerien.
Hier sehen Sie meinen BILDBERICHT:



















































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MEIN BILDBERICHT








Einige Verantwortliche, Einzelportraits von links oben nach rechts unten: Ausstellungsleiter Michael Kortländer, Tanz-Dramaturgin Anaïs Emilia Rödel, Generaldirektor Felix Krämer, Kunstpreisträger Boris Becker, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Förderpreisträger Philipp Röcker



Drei der 121 KünstlerInnen: (v.l.n.r.:) Melanie Wiora, „??“ und Dejan Saric






























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Aus der Rubrik ?MEHR SEHEN? – !MEIN TIPP!

In meinen wenigen Begegnungen mit Benjamin Katz (*14.06.1939) ist mir dieser Mann als leise, unaufgeregte, bescheidene und aufmerksame Persönlichkeit in Erinnerung geblieben. Tausende seiner bekannten Fotografien zeugen von einem Künstlerleben im Umfeld anderer KünstlerInnen, seit Mitte der siebziger Jahre, nach einer Zeit als Galerist und Kunstschaffender, immer auch mit einer Kamera in der Hand. Katz „chronikiert“, wie er selbst einmal gesagt hat, seit Jahrzehnten KünstlerkollegInnen, ausschließlich in Schwarz auf Weiß, und immer in einer vertrauten Nähe zu seinen ProtagonistInnen.
Was jetzt aber im Museum Ludwig in Köln an den Wänden hängt (noch bis zum 22.09.2019), sind auf den ersten Blick gänzlich andere bislang unbekannte Motive. Anfang der sechziger Jahre war er 18 Monate in dem Berliner Sanatorium Havelhöhe, um von einer schweren Tuberkuloseerkrankung zu genesen. Während dieses unfreiwilligen Aufenthaltes fotografierte der junge Katz mit seiner Rolleiflex seine Umgebeung, Architektur, Landschaft, Räume mit Menschen. Alles stark linienorientierte quadratische Bilder mit einem hohen Anspruch an formale Ästhetik – und wirklich nicht so ganz anders, als seine späteren Arbeiten, in denen Kunst und KünstlerInnen im Mittelpunkt stehen – nicht nur, weil er durchgängig ablenkende Farben in seinen Motiven auslässt.


Nicht nur zu der Ausstellung im Museum Ludwig meinen herzlichen Glückwunsch, obendrein ist Benjamin Katz am 14. Juni 2019 achtzig geworden. ke
Alle Fotos meines Besuchs des Museum Ludwig finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Zuhause-Seite des Museum Ludwig
50 Jahre Freundeskreis der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – 5.6. bis 7.7.2019 im K20 in Düsseldorf

Pressetext zur Ausstellung, Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen:
Seit 1969 ist die Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen e.V. ein wertvoller und verlässlicher Förderer des Museums. Mit Ankäufen erweitert der Freundeskreis die Sammlung und hilft bei der Finanzierung von Ausstellungen. Ebenso hat er durch Übernahme eines größeren Teils der Baukosten den für die Kunstsammlung so überaus wichtigen Erweiterungsbau mit Klee Halle und Henkel Galerie möglich gemacht. Museum und Freundeskreis sind seit einem halben Jahrhundert „Beste Freunde„.
Gewürdigt wird dies nun mit einer Präsentation wichtiger Erwerbungen des Freundeskreises, Werken von Amedeo Modigliani, Max Ernst und Francis Bacon, von Ad Reinhard, Robert Rauschenberg, Ellsworth Kelly und Agnes Martin, von Gerhard Richter und Günther Uecker, von Bernd und Hilla Becher, Thomas Struth und vielen anderen.

„In einer Auftragsarbeit von Gerhard Richter aus dem Jahr 1964 ist neben dem Portrait Alfred Schmelas die Schulter von Werner Schmalenbach zu sehen.“ so erläutert Robert Rademacher, der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung NRW, eines der Werke aus der Sammlung, die vom 5. Juni an in Düsseldorf gezeigt werden. In der Henkel Galerie des Erweiterungsbaus des Museums finden sich viele weitere Schätze aus dem Bestand der Sammlung. Und zu fast allen weiß Rademacher amüsierende Anekdötchen zu berichten. Nie sei es einfacher gewesen, finanzielle Unterstützung aus Wirtschaft und Politik für den Erwerb großartiger Kunst zu erhalten, als in Zeiten eines Rudolf v. Bennigsen-Foerder (1971 bis 1989 Vorstandsvorsitzender der VEBA – heute Eon) und eines Johannes Rau (1978 bis 1998 der sechste Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen). „Beharrlichkeit bei der Beschaffung nötiger Finanzmittel war Vorraussetzung erfolgreicher Sammlungsarbeit.“ weiß Rademacher zu berichten. Durch die seit Gründung des Vereins kontinuierlich erhöhten Mitgliedsbeiträge und die großzügige individuelle Unterstützung von Gönnern sei die Gesellschaft aber auch in der heutigen Zeit und zukünftig in der Lage, die Sammlung mit wertvollen Zukäufen zu bereichern. Die dafür zum Teil notwendige Finanzierung durch Banken sei somit durch seriöse Bonität gewährleistet.

Seit nunmehr 50 Jahren fördern die Freunde der Kunstsammlung mit ihren inzwischen knapp 1.000 Mitgliedern die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sowohl ideell als auch materiell. Dabei geht es in erster Linie um den Erwerb von Kunstwerken, die die Sammlung des Museums maßgeblich erweitern. So haben die Freunde in diesem halben Jahrhundert mehr als 40 bedeutende Bilder, Skulpturen, Fotografien und Videoarbeiten für das Museum sowie unzählige wichtige Bücher für die Werner Schmalenbach-Bibliothek erworben.


Weitere Informationen finden Sie auf der Zuhause-Seite der Kunstsammlung
Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs im Album BEGEGNUNGEN