DAS REMBRANDT-EXPERIMENT

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf präsentiert in Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf die Arbeiten sechs Studierender, die in einen epochen- und gattungsübergreifenden Dialog mit Rembrandts Kunst getreten sind. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juni 2018 im Sammlungsflügel des Kulturzentrum Ehrenhof zu sehen.

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Nils-Simon Fischer (*1990) vor seiner Arbeit zwischen Rembrandts „Christus am Kreuz zwischen den beiden Dieben, Die Drei Kreuze, 1653“ (links) und „Der hl. Hieronymus in einer Dunklen Kammer, 1642“. Die linke Radierung markiert in den 1650er-Jahren einen Höhepunkt im grafischen Schaffen Rembrandts. Dabei entwickelte und schärfte der Künstler seine Bildidee von Plattenzustand zu Plattenzustand. Mit seinen tief in den Radiergrund eingegrabenen Schraffen zeigt er uns im vorliegenden IV. Zustand ein Werk von bedrückender Düsternis. Nils-Simon Fischer abstrahiert die dramatische Komposition des Niederländers und fokussiert sich auf die geometrischen Formen.

Bis zum Ausstellungsbeginn blieb der Inhalt der in Kooperation mit der Kunstakademie
Düsseldorf entwickelten Ausstellung „Das Rembrandt-Experiment“ für alle Beteiligten ungewiss. Zu Beginn des „Experiments“ stand die Einladung an die Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf, sich mit 100 ausgewählten Radierungen Rembrandt van Rijns (1606–1669) auseinanderzusetzen und zu eigener künstlerischer Arbeit inspirieren zu lassen. Ziel war die gemeinsame Ausstellung mit einem der größten Künstl
er der Geschichte.
Neben seinen Gemälden genießen auch Rembrandts Radierungen höchste Wertschätzung. Die für die Ausstellung ausgewählten Radierungen Rembrandts zeigen Porträts, Landschaften und religiöse Themen. Sie gehören zu der vom Gründungsdirektor der Kunstakademie, Lambert Krahe (1712–1790), zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses aufgebauten, im Museum Kunstpalast wissenschaftlich betreuten Lehrsammlung. Das in dieser historischen Sammlung enthaltene grafische Konvolut von Rembrandt enthält etwa 250 Blätter.
„Ich habe der Ausstellung mit großer Spannung entgegen geschaut, nicht wissend, ob dieses Experiment gelingt!“ betont Felix Krämer, Generaldirektor Museum Kunstpalast. „Dass die im 18. Jahrhundert für die Lehrsammlung der Akademie erworbenen Blätter Rembrandts nun wieder als Inspirationsquelle für junge Künstler dienen, zeigt das große Potential, das eine historische Sammlung auch für die Kunst der Gegenwart haben kann.“
Insgesamt nahmen 48 Studierende aus unterschiedlichen Klassen der Kunstakademie Düsseldorf die Herausforderung an und bewarben sich mit ihren von Rembrandt beeinflussten Werken für die gemeinsame Ausstellung mit dem niederländischen Altmeister. Eine fünfköpfige Jury – besetzt mit Stefan Kürten und Gregor Schneider, beide Professoren der Kunstakademie Düsseldorf, Michael Kortländer, Ausstellungsleiter von DIE GROSSE Kunstausstellung NRW, sowie Felix Krämer, Generaldirektor Museum Kunstpalast, und Sonja Brink, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Graphischen Sammlung, Museum Kunstpalast – hat die Arbeiten von sechs Studierenden für die Ausstellung ausgewählt.

 

Nils-Simon Fischer (*1990), Takeshi Kitajima (*1984), Lisa Klinger (*1988), Lukas Köver (*1988), Paul Schwaderer (*1984) und Denise Werth (*1988) stellen ihre Arbeiten in den epochen- und gattungsübergreifenden Dialog mit Rembrandts Kunst. Die Studierenden haben in verschiedenen Techniken gearbeitet: Schrift auf Leinwand, Bleistift oder Tusche auf Papier, Drucke von auf Handy-Displays geritzten Porträts, Inkjetprints und Video, aber auch eine Arbeit aus MDF und geformtem Plexiglas thematisieren ähnlich wie die Radierungen Rembrandts das menschliche Antlitz, Landschaftsmotive oder religiöse Themen.
Prof. Karl-Heinz Petzinka, Rektor der Kunstakademie, war von der Idee dieses Experiments von Beginn an begeistert. „Die vom Museum Kunstpalast gebotene Einladung, die in der gemeinsamen Werkschau der ausgewählten Studierenden mit dem alten Meister gipfelt, ist nicht nur eine besondere Herausforderung. Sie setzt sicherlich für die Teilnehmer eine besondere Marke für deren weitere künstlerischen Entwicklung.“
Für Sonja Brink, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Graphischen Sammlung im Museum Kunstpalast und zuständige Kuratorin des Rembrandt-Ausstellungsteils, ist die mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen erweiterte Präsentation ein gelungener Brückenschlag in die Vergangenheit. Als ein Ergebnis ihrer systematischen Grundlagenarbeit kann Sonja Brink auf ein Werk Rembrandts aufmerksam machen, das die Bedeutung der von ihr betreuten Radierungen des niederländischen Meisters auch aus kunsthistorischer Sicht belegt. „Ich freue mich sehr“, teilt die Wissenschaftlerin mit, „auf ein Blatt mit dem Porträt eines Mannes hinweisen zu können, das auf Pergament gedruckt weltweit nur in der Düsseldorfer Sammlung zu finden ist.“
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© 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE, Denise Werth (*1988)/Klasse Katharina Fritsch, 7. Semester, Baum im Gebirge, 2018, MDF und geformtes Acrylglas – Ausschnitt

Seit Jahrhunderten lassen sich KünstlerInnen von Arbeiten ihrer großen Vorbilder inspirieren. Mit dem REMBRANDT-EXPERIMENT sind die Ausstellungsmacher und Studierenden aber noch einen Schritt weiter gegangen: Der Meister Rembrandt van Rijn, einer der bedeutendsten und bekanntesten niederländischen Künstler des Barocks, war für die jungen Studierenden nicht nur Inspiration, sondern auch Objekt analytischer Betrachtung seiner Werke. So arbeiteten die StudentInnen nicht nur nach einzelnen Werken des Meisters, sondern auch in Anlehnung an seinen künstlerischen Anspruch besonderer Darstellungsvarianten. Text: Museum Kunstpalast + ke

Alle Fotos der Ausstellungspräsentation finden Sie in den Schubladen meines Archives unter:   PhotoAlbum BEGEGNUNGEN


weitere Informationen unter  Museum Kunstpalast

ROBERT LEBECK. 1968

Das KUNSTMUSEUM WOLFSBURG zeigt Fotografien des deutschen Fotojournalisten Robert Lebeck (*1929 – †2014) aus dem Jahr 1968.

Ich durfte die Ausstellung im Vorfeld der Eröffnung besichtigen. Noch bis zum 22. Juli 2018 können Besucher auf 900 Quadratmetern 110 Fine-Art-Prints aus dem Archiv des Fotografen bestaunen. Seine Witwe Cordula Lebeck verwaltet das umfangreiche Achiv Robert Lebeck und stellte mit dem Direktor des Kunstmuseum Wolfsburg, Dr. Ralf Beil, und Dr. Alexander Kraus , vom IZS (Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Stadt Wolfsburg), eine beeindruckende und umfangreiche Präsentation zusammen. Über achtzig der Fotomotive sind bislang unveröffentlicht und werden erstmals in einer Ausstellung gezeigt.

Motiviert durch die Zeigung der Kontakatabzüge verschiedener Reportage-Serien in der Ausstellung habe ich den Beitrag dieses Blogs ebenfalls in Anlehnung an die analogen Zeiten eines Bildbericht-Erstatters angelegt. Schließlich erinnere ich mich selber noch all zu gut an die Dunkelkammerarbeit und die anschließende Bereitstellung der Bildmotive auf Foto-Papier für die Redaktionen.

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Nach der Auswahl der Motive wurde ein Probeabzug mit Hinweisen für die Redaktion gemacht.

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Der könnte dann so (Bild oben, mit den Protagonisten der Ausstellung) ausgesehen haben. Bildunterzeile im Klartext: v.l.n.r.: Dr. Alexander Kraus (IZS, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Stadt Wolfsburg), Cordula Lebeck (Archiv Robert Lebeck), Anita Placenti-Grau (IZS) und Dr. Ralf Beil (Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg). Ups, auf einmal in Color? Ganz ehrlich? Selbstverständlich alles digital gebaut. Aber diejenigen, die im Zeitalter analoger Fotografie groß und ab und an auch berühmt geworden sind, werden sich möglicherweise gut und gerne erinnern: an den „Workflow“ damaliger Arbeitsprozesse.

Ich war zwar für die 68er etwas zu jung, habe aber einen älteren Bruder (Jhrg. 1950), der durch die Ereignisse der Bewegung genügend motiviert war, kurz vor dem Abitur im Mai mit seinen Schulfreunden sein Gymnasium „anzuzünden“. So zumindest der Sprachgebrauch in der Provinz-, wenn auch Hansestadt Wesel. Später stellte sich allerdings heraus, dass die jugendlichen Vorabiturienten nach einer vorgezogenen Abi-Feier lediglich ins Gymnasium-Gebäude eingestiegen waren und die Feuerlöscher leer „gelöscht“ hatten – ohne Feuer. So blieben meiner Heimatstadt die Auswirkungen der 68er-Bewegung, zumindest unmittelbar, erspart.

1975 fing ich meine Ausbildung zum Fotografen an und die startete in den ersten Monaten mit Dunkelkammer-Dienst: Chemie ansetzen und Filme entwickeln für meine Meister. So ist die großartrige Lebeck-Schau in Wolfsburg auch ein kleines Stück Reise in meine eigene Vergangenheit. ke


„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt.“
Robert Lebeck, Erinnerungen eines Fotoreporters

Fotos: © Archiv Robert Lebeck

Robert Lebeck (1929 – 2014)
Ungewöhnliche Reportagen in den Zeitschriften „Revue“ und „Kristall“ machen den Fotografie-Autodidakten rasch bekannt. Schnell wird der „Stern“, eine der damals auflagenstärksten Illustrierten Deutschlands, auf ihn aufmerksam. 1966 entsendet die Wochenzeitschrift den gebürtigen Berliner als Bildkorrespondenten nach New York. Anfang 1968 kehrt Robert Lebeck zurück nach Hamburg und fotografiert fortan weltweit im Auftrag des „Stern“. Bis 1995 wird er, nur unterbrochen von einem kurzen Intermezzo als Chefredakteur bei „Geo“, als Fotoreporter für die Illustrierte arbeiten. Zahlreiche Ausstellungen, Bücher und Preise würdigen schon zu Lebzeiten sein umfangreiches OEuvre.

Robert Lebeck und das Jahr 1968 – Zwölf Monate, vierundzwanzig Reportagen
„Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studentinnen; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegard Knefs Kind; und als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich gerade den Papst nach Bogotá.“ So resümiert der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck in seinen „Erinnerungen eines Fotoreporters“ das Jahr 1968. Bei genauerer Betrachtung der Kontaktbogen, Fotoabzüge sowie Reportagen von Robert Lebeck, die in diesem epochemachenden Jahr für den „Stern“ entstanden sind, zeigt sich allerdings, wie sehr sich entgegen der Einschätzung des Fotografen die gesellschaftlichen Veränderungen in seinen pointierten Aufnahmen spiegeln.

Diese exemplarischen Reportagefotografien machen den Aktionsradius des Bildjournalisten in diesem Jahr sichtbar. Es folgen acht zentrale Ausstellungskapitel in chronologischer Reihenfolge: vom Prager Frühling bis zum nordirischen Winter. Medienstationen und Großprojektionen bilden den zeitgeschichtlichen Rahmen, in dem die Bedeutsamkeit der Fotografien Robert Lebecks umso deutlicher wird. Original-Kontaktbogen und „Stern“-Hefte geben zudem vertiefte Einblicke in die fotografische Arbeit Lebecks und die bildredaktionelle Praxis jenes Jahres.


Fotos: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat. Viele von ihnen sind – das macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus – nie gedruckt worden und der Öffentlichkeit bislang komplett unbekannt. Ob „Geschiedene Frauen“, Rudi Dutschke in Prag, Robert F. Kennedys Beerdigung oder Joseph Beuys auf der documenta: Stets trifft in Robert Lebecks Arbeiten verdichtete Zeitgeschichte auf starke Bildreportage sowie Fotokunst.
Die Schau beginnt suggestiv mit einem raumhohen All-Over der Fotografie Robert Lebecks und Originaltondokumenten von 1968. Nach einem Saal zu „1968“, der die unterschiedlichsten Aktionsfelder des Fotojournalisten in diesem Jahr sichtbar macht, folgen dann die zentralen acht Ausstellungskapitel und Fotoreportagen in chronologischer Reihenfolge vom Prager Frühling bis zum nordirischen Winter. Medienstationen und Großprojektionen bilden die zeitgeschichtliche Folie, auf der die Bedeutsamkeit der Fotoreportagen Robert Lebecks umso deutlicher wird. Original-Kontaktbogen und „Stern“-Hefte geben den Besuchern zudem vertieften Einblick in die fotografische Arbeit Lebecks und die bildredaktionelle Praxis jener Jahre. Text: Kunstmusem Wolfsburg


ZDF – Zahlen, Daten, Fakten zur Ausstellung:

Ausstellungstitel Robert Lebeck. 1968
Ausstellungszeitraum 4. März bis 22. Juli 2018
Ausstellungsort Gesamtes Obergeschoss des Kunstmuseums Wolfsburg
Ausstellungskuratoren Ralf Beil, Alexander Kraus (IZS, Wolfsburg)
Ausstellungsobjekte 110 eigens fr die Ausstellung produzierte Fine-Art-Prints,
davon 100 in Schwarz-Weiß und 10 in Farbe (Nordirland-Reportage)
33 Original-Kontaktbogen (Wolfsburg, documenta)
18 „Stern“-Hefte des Jahres 1968 mit Robert Lebeck-Fotostrecken
5 Medienstationen (documenta, Fall Kreutzmann, Bogotá)
1 Kinoraum (Beerdigung Robert F. Kennedy)
1 Großprojektion (Joseph Beuys auf der documenta)
sowie originale Tondokumente aus dem Jahr 1968
Ausstellungskatalog Herausgeber Ralf Beil, Alexander Kraus
Verlag Steidl Verlag, Göttingen
Autoren Ralf Beil, Michael Glasmeier, Fabian Köster, Alexander Kraus,
Aleksandar Nedelkovski, Stefanie Pilzweger-Steiner, Stephan Ruderer,
Annette Vowinckel, Martina Winkler, Ulf Erdmann Ziegler
Gestaltung Cordula Lebeck, Berlin
Abbildungen 180 Schwarz-Weiß-Abbildungen, 28 Farb-Abbildungen,
18 „Stern“-Doppelseiten
Technische Übersicht Hardcover, 320 Seiten, 226 Abbildungen, 22,5 x 30 cm
Sprachen deutsche und englische Ausgabe
Preis 38 € im Museumshop


Alle meine Fotos zum Ausstellungspreview finden Sie in den SCHUBLADEN meines Fotoarchives:

PhotoAlbum BEGEGNUNGEN

weitere Informationen:

Kunstmuseum Wolfsburg

YouTube Video ROBERT LEBECK

 

Schneeballschlacht auf dem Petersplatz

Petersplatz im Schnee

Foto: © 2018 Reuters

Es gibt Fotografien, die die Traurigkeit besiegen. Die Traurigkeit über das Unheil dieser Welt, über das die Medien täglich zu berichten haben – und das auch weitgehendst unvoreingenommen tun, in einem demokratischen Staat, wie dem unseren.

Zu diesen Fotografien gehört das Reuters-Bild, was oben meinen Artikel einleitet. Es war aber nicht nur Anlass beschaulichen Vergnügens; ich erinnere stark in Bildern, und so erinnere mich an andere Fotografien, die dem aktuellen sehr ähnlich sind. Die aus einer andern Zeit stammen, in der es weniger betrübliche Nachrichten gab. Vielleicht auch deshalb, weil die Informationen der damaligen Krisengebiete noch lange nicht so global und schnell kommunizierbar waren, oder vielleicht auch deshalb, weil diese Informationen mich damals noch nicht so betrübten.

Die Bilder, denen ich mich erinnere, hatten eine ebenso zum Lächeln motivierende Wirkung: es waren die Fotografien von Mario Giacomelli (*1925 – †2000) aus den frühen sechziger Jahren. Ich entdeckte sie für mich 1995 anlässlich einer Ausstellung des Museum Ludwig in Köln. ke

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s/w-Fotos: © Mario Giacomelli/Galleria Photology, Mailand

Auch lange nach dem Tod des Fotografen im November 2000 wird seine offizielle Homepage liebvoll gepflegt – ein Besuch lohnt sich:

http://www.mariogiacomelli.it/

Aus den Off-Räumen der Düsseldorfer Fotoschauen 2018

 

Johanneskirche am Martin-Luther-Platz

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Was heißt eigentlich Off-Raum im Zusammenhang mit einer Fotografie-Ausstellung? Ein Schauraum im öffentlichen Raum an einer mal etwas anderen Stelle als in den etablierten Galerien, in den musealen Institutionen oder in den Hochschulen. Also in einer Kirche zum Beispiel.

Die Johanneskirche in Düsseldorf leistet für Ihre Besucher schon lange mehr, als die für eine Kirche übliche Verbreitung religiöser Botschaften.

Die evangelische Stadt-Kirche aus dem Jahre 1881, in den Jahren 1997 bis 2008 aufwendig saniert, lädt geradezu ein zur Begegnung, zum Gespräch und zur Zeigung von Kunst oder eben auch der Fotografie. Hierfür gibt es im Foyer ein Café.

Aus der Zuhause-Seite der Kirche:

Kirche in der City ist ein Projekt an exponierter Stelle, mitten in der Stadt. In der Johanneskirche werden Angebote für Passanten und religiös Suchende gemacht. Neue Gottesdienstformen wie der Evensong und Sunday Special und Bibelkurse in einer modernen Form bieten auch kirchenfernen und neugierigen Menschen, die auf der Suche nach eigenen Formen gelebter Spiritualität sind, die Möglichkeit, neue und eigene Erfahrungen zu machen.

Schön, dass wir Sie begrüßen dürfen im Café im Foyer der Johanneskirche!
Häufig sind Menschen überrascht, wenn sie beim Betreten der Kirche zunächst ein großes, helles Foyer vorfinden: Hier sitzen Zeitungsleser, Kuchengenießer, Menschen im Gespräch.

Das moderne Café wurde im Jahr 1997 neu gestaltet. Mit geraden und klaren Formen ist es dem Berliner Designer Axel Kufus gelungen, eine offene, und dennoch gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

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Die Weithorn Galerie machte anlässlich des DUESSELDORF PHOTO FESTIVAL 2018 den sacralen Raum zu ihrem Außenstandort. Sie präsentiert in der Johanneskirche unter dem Titel Eternity Fotografien von Benedict J. Fernandez und Jürgen Wassmuth.

Mitte der sechziger Jahre fotografierte Ben Fernandez in den Straßen von New York und wurde zu einem der bedeutendsten Straßenfotografen seiner Zeit. Die kraftvollen Fotografien des letzten Lebensjahres von Dr. King mit dem Titel Countdown to Eternity fanden Eingang in die Sammlungen vieler internationaler Museen. Fünfzig Jahre später vermitteln sie immer noch die bei ihrer Entstehung intendierte Botschaft.

Jürgen Wassmuth präsentiert einen Auszug seiner Arbeiten aus dem Projekt Moments for Eternity, beobachtete Momente mit einem humanistischen Blick auf das Besondere im Alltäglichen. Beide Fotografen pflegten jahrzehntelang einen regen Austausch. Hier werden ihre Bilder erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert.

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alle Fotos: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

alle Fotos zum thema DUESSELDORF PHOTOWEEKEND/PHOTOFESTIVAL 2018 finden Sie unter PhotoAlbum k.enderlein

 

Die Ausstellung ist bis zum 17. Marz zu besichtigen.

Weitere Informationen unter

http://www.johanneskirche.org/

http://www.duesseldorfphotoweekend.de/

http://www.weithorn-galerie.de/

 

Duesseldorf Photoweekend/Photofestival 2018

Ganz Düsseldorf ist ab dem 16. Februar ein einziger

FOTO-SCHAURAUM

Zwei Großveranstaltungen bescheeren den Fotografie-Liebhabern gleich zwei Fotoschauen im Februar in NRWs Landeshauptstadt:

DUESSELDORF PHOTO 2018 und

Duesseldorf Photo Weekend 2018

Insgesamt finden die BesucherInnen in über 100 Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträumen die fotografischen Arbeiten von über 150 Foto-AutorInnen. Ein breites Spektrum jeglicher bildhafter Darstellung ist zu besehen. So gibt es neben viel zeitgenössischer Fotografie und Fotokunst auch unvergängliche Dokumente vergangener Zeiten und einige Arbeiten interessanter Künstler, die sich des Mediums Fotografie bedienen.

Über die schier unübersichtliche Zahl an fotografischen Hotspots sollte man sich in den jeweiligen Programmheften der zwei Veranstalter anschlauen.

http://www.duesseldorfphotoweekend.de/

http://www.duesseldorfphoto.de/

Ich möchte kontinuierlich mit meinen Bildberichten ein paar Impulse meiner Beobachtungen der Fotografie im öffentlichen (Düsseldorfer) Raum geben.

15.02.2018  V O R B E S I C H T I G U N G:

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Neue BFF-Preisträgerin Herlinde Koelbl (links) freut sich über eine Retrospektive ihres umfänglichen Schaffens im Obergeschoß des NRW-Forums.

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Wunderschöne Modefotografien und Portraits der dreißiger bis fünfziger Jahre ebenfalls von einer Frau (!) namens Louise Dahl-Wolfe (*1895, †1989) füllen die großzügigen Hallen des NRW-Forums.

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Paul Barsch, Mikkel Carl als Co-Kuratoren und Alain Bieber als Künstlerischer Direktor freuen sich über und auf Pizza in der fast gleichnamigen Ausstellung „Pizza is God“im NRW-Forum.

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Noch im Aufbau: In der schön sanierten Akademie-Galerie am Burgplatz hängen auch fotografische Abstraktionen des niederländischen Konzeptkünstlers Jan Dibbets.

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„EINE SCHIFFFAHRT“ – Leere Wände, Projekte – nur zu hören über Audioguides, dennoch ein „gemeinsames Erlebnis“ musealer Art in der Alten Kämmerei am Markt

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„Crazy Horse“ als vielseitige Interpretation fotografischer Darstellung von Timm Rautert in der Galerie Rupert Pfab.

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In der Konrad Fischer Galerie warten Louisa Clement (an der Tür) und ihre Arbeiten auf BesucherInnen.

 

16.02.2018  E R Ö F F N U N G S A B E N D:

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Fotograf Horst Schäfer (*1932), Bildmitte, im Gespräch bei und mit seinem Galeristen Alexander Fils, Art Edition-Fils Galerie im Stilwerk.

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Die Galerie Clara Maria Sels beeindruckt ihre BesucherInnen mit einer Arbeit von Andrej Krementschouk (*1973 in Gorki), der mit seinen Fotografien einen unverstellten Blick auf das heutige Russland gewährt.

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Für und mit (?) OLYMPUS bereiste der Wiener Andreas H. Bitesnich die Metropolen dieser Welt. „Deeper Shades“ – auf schwarz und weiß hinter Glas – zu sehen bei TZR Galerie in der Carlstadt.

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Die Fotografien aus der Serie „Die Kehrseite“ von Markus Luigs (hinten rechts) präsentiert Conzen am Carlsplatz in antiken Rahmen – Friedrich G. Conzen jun. im unteren Bild (Mitte)

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Konzentrierter Besucher unter einer Serie des Kriegsfotografen Christoph Bangert im Haus der Universität

 

17.02.2018  A u s  d e n  S c h a u r ä u m e n:

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Reimund Jonen, am Ofen links, zeigt in THE BOX auf der Duisburger Straße aktuelle Fotografien von Robert Pufleb aus dem Nordosten Europas.

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Rik Neu_West sitz vor einer seiner entwickelten fotografischen Abstraktionen (rechts) in der Atleliergemeinschaft Ackerstraße 29a/Hinterhof.

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Reienweise androgyne Selbstportraits – Michael Jonas inszeniert sich vor seinen Inszenierungen – ebenfalls auf der Ackerstraße 29a.

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Carsten Sander zwischen seinen religiösen Räumen in der Galerie Sander | Sohn auf dem Fürstenwall 86.

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„Home sweet home“, 160 x 213 cm, rechts, von Ralf Brueck im home sweet home von Kunst & Denker auf der Florastraße.

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Unter dem Titel „Zeitgenössische Landschaftsarchitektur“ zeigt das Museum für Gartenkunst im Schloßpark Benrath die farbenfrohen Fotografien von Nikolai Benner und Mark Pflüger.

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Im Haus der Architekten im Medienhafen hängen die Architektur-Fotografien des Architekur-Fotografen Marcus Schwier – das passt.

alle Fotos: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Alle Fotos meiner Bildberichte zum Foto-Festival in Düsseldorf finden Sie unter dem Link   PhotoAlbum Duesseldorf Photofestival 2018