IMMENDORFF 2026

Der Kunstpalast Düsseldorf öffnet dem „Malerfürst“ Jörg Immendorff (1945-2007) seine Türen – Retrospektive Ausstellung noch bis zum 10. Januar 2027

Die Co-Kuratorin Westrey Page öffnet die Pforte mit dem Bildnis Immendorffs (um 1986) als Primaballerina, © 2026 Karsten Enderlein

Jörg Immendorff (1945–2007) wurde Ende des 20. Jahrhunderts weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Künstler*innen seiner Generation gefeiert. Als berüchtigter „Malerfürst“ pflegte er ein hartes Image und führte einen kontroversen Lebensstil. Umso überraschender sei es, dass die für Herbst 2026 im Kunstpalast geplante Ausstellung die erste umfassende Retrospektive in Düsseldorf ist, wo Immendorff jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete, sagt der Kunstpalast.


Der Pressetext des Museums erläutert die Präsentation wie folgt: „Das von dem Nachlass des Künstlers unterstützte Projekt wird alle Phasen seines Schaffens beleuchten, von den Anfängen an der Kunstakademie bis zu den letzten Werken in dem hiesigen Atelier. Die rund 100 ausgestellten Exponate umfassen großformatige Gemäldeserien, Holz- und Bronzeskulpturen sowie noch nie gezeigte Zeichnungen und Archivmaterial. Neben der Bandbreite seines kreativen Wirkens beleuchtet die Präsentation Immendorffs beharrliche Hinterfragung der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Die simultane Konfrontation mit gesellschaftlich drängenden politischen Kontexten steht ebenso im Fokus wie die Widersprüche seiner eigenen Person.“

Die Kuratorinnen Westrey Page (links) und Felicity Korn im Gespräch mit MedienvertreterInnenj, © 2026 Karsten Enderlein

„Immendorff wollte die Trennung zwischen den Menschen durch Kommunikation überwinden“, sagt Kuratorin Felicity Korn, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Westrey Page die Ausstellung vorbereitet hat. Im persönlichen Austausch sah der Künstler einen wichtigen Ansatz, um Konflikte und gesellschaftliche Probleme zu lösen. Das Café wurde für ihn deshalb zu einem symbolischen Ort der Begegnung und Verständigung.

Die großformatigen, detailreichen „Wimmelbilder“ stellen dabei auch heutige Betrachterinnen und Betrachter vor eine Herausforderung: „Es ist gar nicht einfach, jedes Detail zu entschlüsseln und jedes Porträt zu erkennen“, so Korn. Gerade die Vielzahl der Figuren und Geschichten lädt jedoch dazu ein, die Werke immer wieder neu zu entdecken.

Alle Fotografien der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines digitalen Bildarchivs genau hier.

Weitere Informationen zu der Ausstellung im Kunstpalast sehen Sie hier.

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