FRANZ MARC. DIE SUCHE NACH EINER BESSEREN WELT

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zeigt erste umfangreiche Einzelausstellung von Franz Marc seit 20 Jahren
Die Kuratorin der Ausstellung und Marc-Expertin Susanne Meyer-Büser in leuchtendem Gelb und im Gespräch mit Medienvertretern, © 2026 Karsten Enderlein

Gelbe Kühe, blaue Pferde – Franc Marc (*1880 in München †1916 Braquis bei Verdun) dachte in lauten Farben und brachte diese auf seine Leinwände. Inspiriert durch die Arbeiten von van Gogh, Gaugin und Matisse prüfte er Komplementärkontraste und die Reinheit der Farben an einem Prisma. Auch Goethes Farbenlehre war ihm dabei hilfreich. In der Kunst war die Natur immer eine Reflexionsfläche, die sich auch Franz Marc zu eigen machte. In seinem Weltbild waren Tiere dem Menschen gleichberechtigt. Menschen empfand er als unattraktiv und kompliziert. Das Tier sah er als Symbol für Geistiges und Gefühle. Die Farbe Blau stand dabei für das Männliche, das Gelb für das Weibliche und das Rot für das Materielle und die Brutalität. Mit diesem Anspruch schuf Marc eine einzigartige Ästhetik, mit der er nachfolgende KünstlerInnen nachhaltig inspirierte.


Diese Ästhetik kann ich in der Ausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ erkunden. Die Tierdarstellungen des Künstlers, die ich aus meinen Lesebüchern der Schule wiedererkenne, wandeln sich gegen Ende seines Schaffens in kubistische Abstraktion, die sich als Expressionismus der Malerei versteht. Die Ausstellung im K20 in Düsseldorf zeichnet die Entwicklung Franz Marcs in einer chronologischen Hängung nach, die ich durchaus mehrfach durchrunden möchte. Mein folgender Bildbericht zeigt Details seiner Werke als Ausstellungsansichten, die auch den lauten und pastosen Farbauftrag deutlich machen.


Ausstellungsansichten K20 „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“, © 2026 Karsten Enderlein

Alle Fotografien der Ausstellungsvorbesichtigung sehen Sie in den SCHUBLADEN meines digitalen Bildarchivs.

Umfängliche Informationen zur Ausstellung und zu Franz Marc finden Sie auf der Zuhause-Seite des Museums K20.

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