„BAROCK IST DAS NICHT.“

Kunstpreis der Künstler für FRITZ JOSEF HAUBNER im Rahmen der DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2020

Kunstpreis der Künstler für FRITZ JOSEF HAUBNER – DIE GROSSE 2020, Fritz Josef Haubner © 2020 k.enderlein FOTOGRAFIE

Auf der Frage nach dem Genre seiner Kunst antwortete der Preisträger Fritz Josef Haubner (*1937 in Neumarkt/Oberpfalz) auf der Pressekonferenz im Kunstpalast Düsseldorf: „Barock ist das nicht“. Das Stichwort „Barock“ war gefallen, als der Kunstpreisträger von seiner Kindheit und dem Motiv, erst 1980 Maler zu werden, kurzweilig und amüsant erzählte: als Heranwachsender verbrachte er drei Jahre seines Lebens im Karmelitenkloster Regensburg. Dort war er von unzähligen großformatigen Decken- und Wandgemälden umgeben, die ihn ganz offensichtlich früh für die bildenede Kunst sensibilisierten. Die häusliche Gebrauchskunst, die seine Mutter – eine gelernte Schneiderin – durch Kompensationsgeschäfte sammelte, hatte den jungen Haubner ebenso nachhaltig beeindruckt. Es vergingen aber fast vierzig Jahre, ehe Haubner beschloss Künstler zu werden. Auch Ende der siebziger Jahre war es dann ein besonderer Impuls, der ihn zu der einschneidenden Veränderung in seinem Leben motivierte: er übernahm die umfangreiche Sammlung eines zuvor verstorbenen Künstlers aus seiner Nachbarschaft in Duisburg, wo er seit 1969 lebt.

In Duisburg war Haubner fast vierzig Jahre bei der Stadtverwaltung als Diplom-Sozialarbeiter tätig, nachdem er sich zuvor in den verschiedensten „Branchen“ verdingt hatte: als Landwirt, als Karmeliten Mönch, bei Bundesgrenzschutz und Bundeswehr, als Bergmann, Bauarbeiter, Bierfahrer und als Fließbandarbeiter.

Jetzt ehrt die Düsseldorfer Künstlerschaft mit dem jährlichen Kunstpreis Fritz Josef Haubner für sein malerisch-plastisches Lebenswerk. „Als Autodidakt setzte er sich zeichnerisch-malerisch und mittels Materiealcollagen mit Alltagsgegenständen auseinander. In ihrer oft rührend einfachen Bildsprache zeigen seine Werke eine Dingwelt jenseits des Materiellen. Die häufig gefundenen Materialien, die die Spuren der Zeit oder des Gebrauchs tragen, nutzt Haubner als Bildträger für seine sich wiedrholenden Motive. Die Eingriffe Haubners verwandeln den Fundgegenstand in ein poetisches Bild, das, einem Fenster gleich, das Innen und Außen von Gegenstand, Motiv und BetrachterIn neu verbindet.“, so die Argumentation der Düsseldorfer Künstlerschaft.


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