NIKI DE SAINT PHALLE

Der Kunstpalast in Düsseldorf zeigt nicht nur die berühmten Nanas der französich-amerikanischen Bildhauerin Niki de Saint Phalle
Kunstpalast Düsseldorf – Niki de Saint Phalle, Ausstellungsansicht mit dem Werk „Nana Power“ aus dem Jahre 1970 (Teilansicht), © 2026 Karsten Enderlein

Über 100 Werke der Bildhauerin Niki de Saint Phalle (1930-2002) präsentiert der Kunstpalast in Düsseldorf. In der Presseinformation des Museums wird das Ausstellungsprojekt mit dem Namen Dream Machine der Kuratorin Heike van den Valentyn umfänglich beschrieben: Mit mehr als 100 Werken präsentiert das Museum in zwölf thematischen Räumen die ganze Bandbreite von Niki de Saint Phalles Schaffen, das Malerei, Assemblage, Performance, Skulptur, Architektur, Film, Grafik, Design und Kunst im öffentlichen Raum umfasst. Die Ausstellung betrachtet ihr Werk auch im Verhältnis zu ihrem künstlerischen Umfeld: Zum einen präsentiert sie Kollaborationen, unter anderem mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Jean Tinguely und dem Theaterregisseur Rainer von Diez. Zum anderen treten ihre Werke im Rundgang in Dialog mit zahlreichen Arbeiten ihrer Zeitgenossinnen wie Eva Aeppli, Dorothy Iannone, Yayoi Kusama oder Alina Szapocznikow und verorten ihr Schaffen im Kontext zentraler Positionen der feministischen Kunstgeschichte.

Die Kuratorin Heike van den Valentyn (rechts) beschreibt die Ausstellung vor MedienvertreterInnen. © 2026 Karsten Enderlein

„Niki de Saint Phalle ist trotz ihrer fröhlichen, farbintensiven Bildsprache eine sehr genaue und kritische Beobachterin ihrer Zeit. Alltagskultur, politische Ereignisse und gesellschaftliche Strömungen tragen ihr Werk ganz wesentlich“, so Heike van den Valentyn, Kuratorin der Ausstellung. ,,Weibliche Selbstermächtigung und grundlegender Wandel der Geschlechterverhältnisse waren ihre großen Anliegen. Sie wollte freie Frauen zeigen. Nachdem sie das Schießen aufgegeben hatte, wurde Freude zu ihrer neuen Waffe.“

Schreibende MedienvertreterInnen hören aufmerksam den Ausführungen der Kuratorin zu. © 2026 Karsten Enderlein

Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes bescheibt die Ausstellung wie folgt: „Als eine der wenigen international sichtbaren Künstlerinnen ihrer Generation entwickelte Niki de Saint Phalle eine eigenständige Position in der Kunstgeschichte. DREAM MACHINE zeigt die außergewöhnliche Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens und rückt ihre visionäre Vorstellung von Kunst als Raum für Selbstermächtigung, Gemeinschaft und sozialen Wandel in den Mittelpunkt – und lädt auch die Besucherinnen und Besucher zum aktiven Mitträumen ein.“

Niki de Saint Phalles überlebensgroße „Der Zeuge“ von 1969 empfängt die MuseumsbesucherInnen im ersten Saal. © 2026 Karsten Enderlein

Noch bis zum 7. Februar ist die Ausstellung im Kunstpalast zu sehen. Weil sie in Düsseldorf somit überwintert, sind leider keine Exponate im Außenbereich zu finden. Die zum Teil papierartigen Plastiken wären dem schlechten Wetter und der Willkür möglicher frauenfeindlicher Vandalen schutzlos ausgesetzt.

Alle Fotos der Ausstellungsvorbesichtigung finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archivs, und umfängliche Informationen zur Ausstellung DREAM MACHINE hält die Zuhause-Seite des Kunstpalast bereit.

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