LIEBE KINDER

Bald beginnen die großen Sommerferien. Und dann werden vielleicht viele von euch mit ihren Eltern in den Urlaub fahren. Aber es werden auch viele von euch zuhause bleiben. Weil das lebensbedrohliche Corona-Virus noch überall auf der Welt die Menschen krank machen kann. Und dann ist es vielleicht doch besser, zuhause zu bleiben, damit man sich oder andere nicht ansteckt. Für alle, die also zuhause bleiben wollen oder aber nach einem Urlaub trotzdem noch Lust haben, etwas tolles zu unternehmen, habe ich hier eine gute Idee:

Da gibt es mitten im Ruhrgebiet ein tolles Museum. Im Ruhrgebiet gab es früher nur Hochöfen, Bergwerke, Fabriken und rauchende Schornsteine. Aber heute gibt es dort viele grüne Parks. Einen besonders schönen hat die Stadt Bottrop. Der heißt Stadtgarten, und da sieht es aus wie im Urwald, und man kann da wirklich toll spielen. Und mitten in diesem Park steht ein großes Museumszentrum. Das sieht aus wie große Würfel und heißt auch deshalb QUADRAT, weil Würfel immer quadratisch sind.

So sieht der schöne Stadtgarten mit dem Museum in Bottrop aus.

Es gab mal einen Künstler, der in Bottrop geboren wurde, und der hatte ganz, ganz viele bunte Quadrate mit Ölfarben auf Leinwände gemalt. Alle seine Bilder sind später in diesem Museum zusammen getragen worden. Ihm zu Ehren wird das Museum heute Josef Albers Museum.Quadrat Bottrop genannt.

Hier seht ihr eins von ganz vielen Quadrat-Bildern, die der Josef Albers früher gemalt hat.

Josef Albers, Study for Homage to the Square, 1973 | © The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel, VG Bild-Kunst, Bonn
Josef Albers, Study for Homage to the Square, 1973 | © The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel, VG Bild-Kunst, Bonn

Vor kurzem bin ich in das Museum eingeladen worden, weil ein toller Fotograf ganz viele seiner Fotografien dort ausstellen darf. Dann kommen ganz viele Journalisten für Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksender zu einer Vorbesichtigung. Ich war auch dabei, weil ich im Internet auf meiner Internetseite darüber berichten will.

Der Fotograf, der seine Fotos im Quadrat ausstellt, heißt Patrick Faigenbaum. Er kommt aus Paris, der Hauptstadt von Frankreich, ist schon 67 Jahre alt, aber er arbeitet immer noch sehr fleißig. Patrick hat schon ganz lange in seinem Leben Fotos gemacht. Ein paar davon werden jetzt bis zum 24. Oktober im museum QUADRAT ausgestellt.

Das ist der Patrick.

Der Direktor des Museums ist Dr. Heinz Liesbrock. Er ist dafür verantwortlich, Künstler und ihre Werke, oder eben Fotografen und ihre Fotografien, auszuwählen. Dann muss er immer mit seinem Team überlegen, in welcher Reihenfolge und in welchen Räumen die Fotografien gezeigt werden sollen. Dabei geholfen haben ihm diesmal auch der Patrick und dessen Freund Jean-François Chevrier. Jean-François Chevrier ist auch Franzose und ein Kunsthistoriker, der auch schon für andere Künstler Ausstellungen gemacht hat und der viel von Kunstfotografie versteht.

Bei der Vorbesichtigung stellen die beiden den JournalistInnen den Fotogafen und sein Werk vor.

Ich habe Patrick fotografiert, als er den vielen Jounalisten seine Arbeit erklärt hat. Er hat dabei Englisch gesprochen. Weil er aber Franzose ist, konnte ich sein Englisch gut verstehen.

Hier sind ein paar von Patricks Fotografien, die er in Paris, Bremen, Italien und Kalkutta von 1987 bis 2015 gemacht hat und die ihr im Museum großformatig an den Wänden sehen könnt. Fotografien Patrick Faigenbaum: © Patrick Faigenbaum, Paris 2021

Wenn er nicht selber fotografiert, arbeitet er als Lehrer an einer Kunstschule in Paris. Dort unterrichtet er junge Menschen, die später auch einmal Fotokünstler oder Künstler werden wollen.

Mir haben am besten die Fotografien gefallen, die Patrick nach dem Tod seiner Mutter in ihrer Wohnung in Paris gemacht hat. Da hat er in allen Räumen und in der Küche Fotos gemacht, hat sogar in ihren Kleiderschrank fotografiert und hat die Plätze, an denen seine Mutter gesessen und geschlafen hat, auch fotografiert. Er war damals bestimmt sehr traurig. Beim fotografieren konnte er sich gut an die Zeit erinnern, als seine Mutter noch lebte, und da hatte er bestimmt schöne Erinnerungen.

66 Fotografien aus der Wohnung von Patricks Mutter, nachdem sie gestorben war.

Hier seht ihr ein paar Ansichten von Patricks Fotografien, wie sie in der Ausstellung präsentiert sind.

Ich kann euch nur raten, dass ihr euch einmal die tollen Fotografien von Patrick in Bottrop anschaut. Ihr könnt auch wunderbar im Stadtgarten spielen und vielleicht auch selber tolle Fotos machen. Fragt eure Eltern oder andere erwachsene Kinder, die ihr gut kennt, ob sie mit euch mal nach Bottrop fahren. Und dann könnt ihr sie gleich mit in die Ausstellung nehmen.

Hier findet ihr noch mehr Informationen zum Josef Albers Museum Quadrat Bottrop.

Und hier findet ihr alle Fotos, die ich bei der Vorbesichtigung und bei der Begegnung mit Patrick gemacht habe.


Ein Gedanke zu „LIEBE KINDER

  1. Hallo Karsten,

    als ehem. Grundschullehrer möchte ich Dir zu Deinen Tipps zum Stadtgarten Bottrop ein „Fleißkärtchen“ überreichen.

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