ANALOG-FOTOGRAFIE

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weisseTasse © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE
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LichtWanne © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE
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weisseWolken © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE

Konzentriertes Arbeiten

Acht Bilder passen auf den Film (ein Rollfilm Ilford FP 4 Plus mit 125 ASA). Im Format ungefähr so 6×9 cm. Die AGFA CLACK lässt technisch kaum Einstellvarianten zu. Ich kann unterscheiden zwischen „B“ für Dauerbelichtung (solange ich den Auslöser halte) und „M“ für Momentaufnahme, irgendetwas zwischen 1/25 und 1/90 Sekunde. Die Blendeneinstellung bietet drei Varianten: 1. „1 bis 3 Meter“ (da schiebt sich wohl eine Lupe vor die Linse), 2. ein Symbol mit zwei Wolken über Bergen und 3. ein Symbol mit einer Sonne über Bergen. Damit ich keinen Platz auf dem Film verschwende und keine Überlappungen einzelner Motive verursache, bietet mir auf der Rückseite der Kamera ein etwa Cent-großes Blech zum wegschwenken den Blick durch eine dunkelrote Kunststoffscheibe auf die bedruckte Papierrolle, in die der Negativstreifen eingewickelt ist. Dort sind Zahlen aufgedruckt, die mir beim händischen Vorspulen die Negativ-Nummern und somit auch die exakte Postion des Filmstreifen anzeigen. Unbeabsichtigte Doppelbelichtungen sind somit garantiert.

Farbe im Kopf abschalten. Kontratsreiche Motive finden. Konzentration. Entschleunigtes arbeiten. Jedes auslösen ist nicht wiederrufbar. Der s/w-Film kostet zwischen fünf und acht Euro, ohne Entwicklung. Die kostet im Fachlabor 5,30 Euro. Und um meine Motive x-fach posten zu können, müsste ich zunächst Scans machen – sehr aufwendig. Also: höchste Konzentration! Das Belichten geht dann schnell. Der hebelartige Auslöser in Front rechts vom Objektiv gleitet geräuschvoll herunter, bietet Wiederstand, und verführt geradzu zum verreissen des Motives. Deshalb beim nächsten Schuß: aufgepasst, Konzentration.

Ich erinnere mich zurück an die lange analoge Zeit in meinem Fotografenleben. Schnell bin ich wieder drin, in dem workflow, der höchste Konzentration erfoderte, um sich ein Bild von dem zu machen, was im Kopf wichtig und bewahrungswürdig geworden war. So ist FOTOGRAFIE.

Text © 2018 k.enderlein

„weisseTasse“ auf weißem Grund, „LichtWanne“ – nur einmal im Jahr ensteht dieser Reflex in unserer Badewanne, wenn der Lichtstrahl den schmalen Spalt in der Fenster-Jalousie findet, „weisseWolken“ vor blauem Himmel, sieht immer irgendwie bayersich aus, wenn´s in Farbe wär

alle Fotos: © 2018 k.enderlein FOTOGRAFIE


 

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