NIEDERRHEINMUSEUM WESEL eröffnet mit Sonderschau

Nach freundlicher Übernahme durch den Landschaftsverband Rheinland des ehemaligen Preußenmuseums NRW in Wesel im Jahre 2013 eröffnet das renovierte Haus jetzt unter neuem Namen und mit einer Sonderschau:

LVR-Niederheinmuseum Wesel – Wesel und die NiederRheinlande

18.03. bis 14.10.2018

CD 636_03_webEine Attraktion der geschichts-/ und geschichtenträchtigen Ausstellung ist ein lebensgroßes Panorama des Großen Marktes zu Wesel aus dem 16. Jahrhundert. BesucherInnen sind eingeladen, sich auf dem „Markt“ zu fotografieren. So ensteht ein Bild, was den Eindruck hinterlässt, man ist um fünf Jahrhunderte in die damalige Großstadt am Niederrhein zurück versetzt. Tatsächlich war Wesel im Jahre 1532 mit 8500 Einwohnern nach Köln mit seinen 40.000 Einwohnern die größte Stadt am Niederrhein.

Fast sechzig Weseler BürgerInnen hatten sich für das Großfoto zur Verfügung gestellt. In historischen Kostümen wurden im Vorfeld verschiedene Szenen einzeln fotografiert und später am Rechner freigestellt und in das Panorama „eingebaut“. So schlüpften die DarstellerInnen in die Rollen der Protagonisten des 16. Jahrhunderts, deren Geschichten auf dem Panorama nachgezeichnet werden. Die Fassaden der historischen Gebäude wurden aufwendigst zum Teil nach Original-Plänen mit Spezial-Software, wie sie auch Architekten nutzen, animiert. So gibt es zum Beispiel noch Unterlagen zu den Farbnuancen der Gebäude-Fassaden, die dann am Rechner coloriert wurden. Ausgerollt beträgt das Panorama eine Breite von etwa dreizehn Metern. Durch den perspektivischen Ausgleich des Gesamtmotives entsteht ein sehr realistischer Eindruck, wenn man in der Mitte der fast geschlossenen Rotunde steht.


Die Niederrheinlande: Raum, Herrschaft, Kultur

Die Ausstellung verknüpft die Geschichte der Stadt Wesel in Mittelalter und Früher Neuzeit bis in das 19. Jahrhundert mit den übergreifenden Entwicklungen des Niederrheins und der alten Niederlande, zu denen auch Flandern und Brabant zählten. Entlang bedeutender Objekte wird von Biografien und Ereignissen erzählt, die die Konturen eines großen grenzüberschreitenden Kultur- und Wirtschaftsraums aufscheinen lassen. Spätgotische Kunstzentren, vor allem in der reichen Hansestadt Wesel, aber auch in Kalkar und Kleve, führen zu einer beeindruckenden kulturellen Dichte. Wie in einem Brennglas sind viele diese Verbindungen bereits in dem Eingangsbild: dem Panorama des Weseler Großen Marktes im 16. Jahrhundert verdichtet.
Für die konkurrierenden, aber auch verflochtenen Dynastien der Herzogtümer Kleve und Geldern, ist Burgund Gegenspieler und Allianzpartner, aber in jedem Fall das große Vorbild.

Die moderne Architektur des Museums im Umfeld historischer Gebäude der Weseler Zitadelle, die wirklich attraktive Austellung auf über 2000 Quadratmetern, die nicht nur Historiker und Wissenschaftler begeistert und die moderaten Eintrittspreise lassen keine Ausrede für einen Besuch der Ausstellung zu. Letztlich bietet das Panorama eine vergnügliche Posingzone für eigene Fotos und Selfies.

Ab Dienstag, 20. März (montags ist das Haus geschlossen) ist die Ausstellung für alle bis zum 14. Oktober 2018 geöffnet. ke


weitere Informationen finden Sie unter  LVR-Niederrheinmuseum Wesel

Alle Fotos der Ausstellungspräsentation finden Sie in den SCHUBLADEN meines Archives unter PhotoAlbum BEGEGNUNGEN


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